Bewertung: 9,5
Dass sich POWERWOLF mit ihrem achten Longplayer „Call Of The Wild“ erneut an der Spitze der deutschen Albumcharts platzieren werden, scheint so sicher wie das Amen in der Kirche - an dieser Einschätzung hat sich seit dem letztmonatigen „Lauschangriff“ nichts verändert. Die Saarbrückener haben sich diesen Status hart erarbeitet; keine andere (traditionell orientierte) deutsche Metalband hat in den vergangenen anderthalb Dekaden eine auch nur ansatzweise vergleichbare Erfolgsgeschichte geschrieben. Um das an dieser Stelle ganz deutlich zu sagen: Natürlich muss man als Rezipient nicht alles gut finden, was monatlich in den Regalen der Plattendealer landet, über Geschmack lässt sich schließlich ganz vortrefflich streiten. Man sollte aber fair bleiben und eine starke, engagierte Leistung auch entsprechend bewerten.
Daran, dass wir es hier mit einer solchen zu tun haben, lässt sich wahrlich nicht rütteln: POWERWOLF haben ihren Trademark-Sound über die Jahre perfektioniert, die Band funktioniert wie eine gut geölte Maschine. Auf „Call Of The Wild“ findet sich mindestens eine Handvoll Songs, die locker als Hit durchgehen - komplett mit allem, was dazugehört. Das Material ist massiv eingängig (zieht euch den Opener ´Faster Than The Flame´, das mit ordentlich Schmackes vorgetragene ´Varcolac´ oder den abschließenden ´Reverent Of Rats´ rein), die Produktion wirklich erstklassig. Bemerkenswert bleibt außerdem, dass die Band nicht stagniert, sondern immer mal wieder Neues ausprobiert: ´Blood For Blood´ überrascht mit irisch angehauchten Folk-Klängen, ´Glaubenskraft´ mit einem bitterbösen, komplett deutschen Text. (ROCK HARD 9 / 10)


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