1. Paranormal Magnitude
Die Reunion der französischen Metalheads NIGHTMARE hielt ich ja bislang immer für reichlich entbehrlich. Zumindest enthielt ihr Comeback-Album „Cosmovision" nichts, worauf die Metal-Welt noch unbedingt gewartet hätte. Das sieht nun auf „Silent Room" anders aus. Das Genre werden NIGHTMARE mit dieser Platte auch nicht revolutionieren, aber ihnen ist zumindest ein unterhaltsames, gutklassiges Konzept-Album gelungen, das den Hörer von Anfang bis Ende in seinen Bann zieht. Was ja schon mal was heißen will. Pate stand hier wohl die Mutter aller Epic-Metal-Konzept-Scheiben („Operation: Mindcrime"), zumindest was den Spannungsaufbau betrifft. Zudem setzen auch NIGHTMARE auf ganz leicht progressiv angehauchten Melodic Metal, der nie die nötige Power verliert. Viele Songs werden mit bombastischen Chören angereichert, mit ´Shades In The Night´ fällt ein Stück allerdings komplett aus dem Rahmen, bei dem sich die Franzosen wohl etwas mehr an Manowar orientiert haben. NIGHTMARE verfügen über kompetente Instrumentalisten und einen Sänger, bei dem man sich fragt, warum ihn die Band jahrelang hinterm Schlagzeug hat versauern lassen. Jo Amore hat zwar einen selten dämlichen Namen (immer noch besser als „Frank The Tank"... - Red.), verfügt dafür aber auch über eine kraftvolle, originelle Stimme. In dieser Form haben NIGHTMARE sicherlich ein Plätzchen in eurer CD-Sammlung verdient! (ROCK HARD 8 / 10)


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