1. An August Play
Darf es etwas Teutonic Metal sein? „Chains Of Metal“ erinnert an die Anfänge des deutschen Metal mit einer Melodieführung, welche alte ACCEPT-Nummern zum Leben erweckt. Überhaupt scheinen ACCEPT und Udo Dirkschneider einer der großen Inspirationen für die Herren zu sein. „When Metal Meets The Beast“ trägt fast schon die U.D.O.-DNA. „Blood On Steel“ drückt aufs Tempo in Richtung einfachen Speed Metal und ist der schnellste Track der Scheibe.
Die NWoBHM wurde bisher weniger gestreift, was mit „Steel My Heart“ und der Halbballade „Standing At The Gates Of Hell“ nachgeholt wird. „Metal Attack“ heißt das Schlusswort und reiht sich zwischen der NWoBHM und Hard Rock ein. Das Rad erfinden KNIGHTS OF THE REALM nicht neu, ganz im Gegenteil. Das alte Rad wird aufpoliert und kann sich durchaus hören lassen. Das Trio schafft es, eingängige Melodien zu kreieren und liefern eine gehörige Portion 80er Jahre Klischee mit. Die Dirkschneider-Attitüde stehen KNIGHTS OF THE REALM gut. Dagegen ist der Streifzug Richtung NWoBHM mit der Halbballade typische Stangenware. So wird das Werk primär bei Trägern einer mit Nieten bestückten Kutte Anklang finden, wenn sie auf der Suche nach neuem Material sind, das so klingt, wie die Platten, die seit circa 30 Jahren im Schrank stehen. (METAL.DE 6 / 10)


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