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Blackmore, Ritchie's Rainbow - Stranger In Us All


Release Info: 1995 - RCA - Full Length
Band Info: England - 1974 - Hard Rock
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Wolf To The Moon
2. Cold Hearted Woman
3. Hunting Humans (Insatiable)
4. Stand And Fight
5. Ariel
6. Too Late For Tears
7. Black Masquerade
8. Silence
9. Hall Of The Mountain King
10. Still I'm Sad

Nach dem sich RITCHIE wieder einmal mit seinen Bandkollegen von DEEP PURPLE überworfen hatte, quittierte er 1993 dort seinen Dienst. 1994 machte er sich auf um auf erneut auf Solopfaden zu wandeln, dafür erweckte er RAINBOW wieder zum Leben. „Stranger in us all“ erschien aber unter dem Namen RITCHIE BLACKMORE'S RAINBOW, genauso wie damals sein erstes Soloalbum. Das prominenteste Mitglied der Band war DOOGIE WHITE, der den Gesangspart übernommen hatte. Ansonsten stießen mit GREG SMITH (Bass), JOHN O'RILEY (Drums) und PAUL MORRIS (Keyboards) weitestgehend unbekannte Musiker dazu. Der Bandname ließ also Erwartungen an „alte Zeiten„ aufkeimen, das Ergebnis war aber doch sehr ernüchternd – zumindest für mich! Musikalisch knüpfte „Stranger in us all“ an die TURNER-Ära an, die Songs sind durch die Bank sehr radiotauglich und voll auf Mainstream getrimmt. Durch den Wechsle von JOE LYNN TURNER zu DOOGIE WHITE, hört sich das Album nicht mehr ganz so stark nach FOREIGNER an, stilistisch ist das aber dieselbe Nummer. Da mir diese Alben schon nicht gefallen haben, kann auch „Stranger in us all“ bei mir nicht punkten, es gilt wie bei den Vorgängern, wenn ich FOREIGNER oder JOURNEY hören will, dann höre ich die Originale, weil die diese Musik besser können. Folgerichtig fiel dieses Album auch komplett durch, in den USA schaffte es nicht einmal den Sprung in die Charts, in Großbritannien landete es auf Platz 102, nur in Deutschland war es einigermaßen erfolgreich – Platz 36!
Mir gefällt es nicht, es ist sogar noch schwächer als sämtliche Laben der TURNER-Ära, was aber nicht an DOOGIE WHITE liegt. Ich finde den Gesang tatsächlich noch am besten, WHITE ist hörbar bemüht und rettet den einen oder anderen Song vor dem totalen „abstinken“. Die Songs sind das Problem, sie sind elendig langweilig, da ist keine Power dahinter, das habe ich alles schon tausendmal gehört – tausendmal „besser“ gehört! Dabei sind sie stellenweise sogar sehr viel rockiger als die der vorherigen Alben - aber eben langweilig, da kommt nichts an! Aus diesem Grund verzichte ich auch auf Anspieltipps, da ist kein einziger Song dabei, den ich empfehlen würde, oftmals erreichen sie nicht einmal Mittelmaß.
Offensichtlich hat BLACKMORE eingesehen, dass er mit der Art von Musik nicht würde weiter kommen, weswegen er RAINBOW 1997 wieder beerdigte und mit Lebensgefährtin CANDICE NIGHT die Band BLACKMORE'S NIGHT gründete. Mein Fazit: Für mich war es schon immer der größte Fehler von BLACKMORE, dass er nach der DIO-Ära dem Mainstream hinterherhechelte. Seit „Long live Rock'n'Roll“ hat er nichts vernünftiges mehr zustande gebracht, die folgenden RAINBOW-Alben wurden immer langweiliger und fad. Mit „Stranger in us all“ wurde dann der Tiefpunkt erreicht, für mich ist das nicht mal mehr Durchschnitt – ich mag das Album überhaupt nicht! (AMAZON)


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