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Fortress - Don't Spare The Wicked



Release Info: 2021 - High Roller - Full Length
Band Info: USA - 2016 - Heavy Metal
Bewertung: 7,5  


Songs:

1. Lost Forever
2. Devil's Wheel
3. Anguish
4. Red Light Runner
5. Find Yourself
6. Children Of The Night
7. The Passage
8. Don't Spare The Wicked

Nach ihrer ersten Veröffentlichung überhaupt - einer EP im Jahr 2018 - verging ein wenig zu viel Zeit, um FORTRESS dauerhaft auf dem Schirm zu behalten, also fangen die aus der Underground-Kapelle Auxilery hervorgegangenen kalifornischen Metaller nun mit ihrem Debütalbum praktisch wieder ganz von vorne an.

Dessen ungeachtet setzt das Quartett die seinerzeit begonnene Stoßrichtung fort: "Don´t Spare the Wicked" klingt dabei allerdings deutlich kompakter und runder, was vielleicht am Abgang des zweiten Gitarristen aus der Urbesetzung liegt. Fili Bibiano bestimmt das Riff- und Melodie-Geschehen jetzt allein, während ihm ein klugerweise weit nach vorne gemischter Bassist mit sattem Fundament zur Seite steht, sodass kein Frequenzbereich im Klangbild wegbricht.

Europe-verdächtige Keyboards finden außerdem wiederholt anwendung, gleichwohl FORTRESS in erster Instanz auf Sechssaiten-Akrobatik setzen und ihren Frontmann als fettesten Trumpf ausspielen. Eher rockige Tracks wie ´Devil´s Wheel´ vermitteln zusammen mit Chris Scott Nunez´ an den jungen Bruce Dickinson erinnerndem Timbre ein ähnliches Feeling wie Iron Maiden zu Zeiten von "Somewhere in Time" und "Seventh Son of a Seventh Son". Was dies angeht, würde der Platte eine nur leise Prog-Schlagseite übrigens ganz gut stehen.

Nichtsdestoweniger gefällt sie auch so, weil sie innerhalb einer Laufzeit von weniger als einer halben Stunde wirklich keine Ausfälle verzeichnet. Sympathisch anachronistischer Speed Metal à la Savage Grace (´Red Light Runner´) verbindet sich mit Beinahe-Symphonic-Rock (´Children of the Night´) zu einem zeitlosen Ganzen, das an eine garadlinige Variante der frühen Heir Apparent oder auch early Queensrÿche denken lässt.

FAZIT: Ein sauberer Einstand mit acht mehr oder weniger direkt ins Schwarze treffenden Metal-Songs, die Aufbruchsstimmung wie in der US-Szene während der ersten Hälfte der 1980er verbreiten - FORTRESS hatten einen nicht ganz so glatten Start, sollten aber nun umso schneller aus dem Quark kommen, wenn man die Qualität von "Don´t Spare the Wicked" als Maßstab heranzieht.  (MUSIKREVIEWS 12 / 15)




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