Bewertung: 7,5
1. Stabbing The Drama
Die Schweden haben zum richtigen Zeitpunkt das Ruder herumgerissen und steuern ihre generalüberholte Metal-Schaluppe mit erhöhter Schlagzahl zurück in rauere Gewässer. Damit wir uns richtig verstehen: Ich halte den Vorgänger „Figure Number Five" nach wie vor für ein gutes, modernes Metalalbum mit großartigen Gesangslinien. Allerdings liefen SOILWORK über kurz oder lang Gefahr, sich ihre bis dato knallharten Ecken und Kanten durch zu viele Süßwassermelodien abzuschleifen. „Stabbing The Drama" setzt insgesamt wieder auf härteres Riffing und hat den teilweise dominanten Keyboardzuckerguss von „Figure..." auf ein gesünderes, weniger kariesförderndes Maß zurückgefahren. Ansonsten ist im Hause SOILWORK hochklassiges „business as usual" angesagt. Eingängige Midtempo-Nummern wie das Titelstück, ´Distance´, der Mega-Ohrwurm ´Nerve´ oder das ruhigere ´Fate In Motion´ verbinden mit geradezu spielerischer Leichtigkeit Metal und Pop-Appeal. Wobei Letzterer sich nicht ausschließlich, aber doch überwiegend in den überirdisch guten Gesangslinien von Björn „Speed" Strid niederschlägt. Dazu kommen härtere, wieder wesentlich bissigere Abrissbirnen wie ´One With The Flies´, ´The Crestfallen´, ´Stalemate´ oder das extrem heftige ´Blind Eye Halo´. Klasse Platte, wenn auch nicht ganz so genial wie „Natural Born Chaos". (ROCK HARD 9 / 10)


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