1. High Wire
2. Dreams In The Dark
3. Jade's Song
4. Winter's Call
5. Dancing On The Edge
6. Streets Cry Freedom
7. Hard Driver
8. Rumblin' Train
9. Devil's Stomp
10. Seasons
Wenn eine Band zwei geniale Musiker wie Jake E. Lee und Ray Gillen besitzt, muß eigentlich zwangsläufig etwas Vernünftiges dabei herauskommen. So ist es denn auch geschehen. Wer allerdings aufgrund Mr. Lees bekannter Vergangenheit Musik á la Ozzy erwartet, wird überrascht werden. BADLANDS besinnen sich eindeutig auf die Siebziger Jahre zurück, allerdings modern verpackt in den Sound der 90er. Unüberhörbarer Haupteinfluß ist hier Led Zeppelin, und wer Kingdom Come als billige Zep-Kopie abtat (was sich spätestens mit dem zweiten Album geändert haben dürfte), muß BADLANDS den gleichen Vorwurf machen. Dazu trägt auch Sänger Ray Gillen bei, der streckenweise verdammt nach Robert Plant klingt, andererseits aber auch hörbar David Coverdale zitiert ('Dreams In The Dark'). Daß die LP trotzdem kein billiger Abklatsch ist und vor allem erstklassigen Hardrock der Spitzenklasse bietet, liegt in allererster Linie an der virtuosen Gitarrenarbeit vom Meister selbst. Dazu kommt halt mit Ray Gillen ein Sänger, der es zwar manchmal schwer hat, sich von seinen großen Gesangsvorbildern zu lösen, aber der erstens ein wirklich ausgezeichneter Stimmvirtuose ist und zweitens mit BADLANDS einen wesentlichen Schritt zur Verwirklichung der eigenen Persönlichkeit begeht. Um es kurz zu machen: Das Zurückbesinnen auf die Wurzeln tut gut. Wenn man es dann auch noch so perfekt macht, wie diese Truppe hier, und wenn man ein Album abliefert, bei dem man als Anspieltips einfach nur ALLE Songs angeben kann, ist nichts anderes als eine Neun drin. (ROCK HARD 9 / 10)


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