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Tristania - Widow's Weeds


Release Info: 1998 - Napalm - Full Length
Band Info: Norwegen - 1997 - Gothic Metal
Bewertung: 8,5


Songs:

1.Preludium...
2. Evenfall
3. Pale Enchantress
4. December Elegy
5. Midvintertears
6. Angellore
7. My Lost Lenore
8. Wasteland's Caress
9. ...Postludium

Gerade erst haben Napalm Records mit Dismal Euphony eines ihrer Zugpferde an Nuclear Blast verloren, da trumpft das österreichische Label schon mit einem mehr als ebenbürtigen "Ersatz" auf. TRISTANIA nennt sich die sechsköpfige norwegische Formation, deren erstes Lebenszeichen eine auf 500 Exemplare limitierte (und vor wenigen Monaten von Napalm neu aufgelegte), selbstbetitelte Mini-CD war. Gemessen an den musikalischen Qualitäten des nun vorliegenden ersten Longplayers, müßte die Band eigentlich bereits in Kürze zu den ganz großen Fischen im Gothic-Metal-Teich zu rechnen sein. Was sich nämlich auf der Mini-CD bereits andeutete, wird hier in den gut 50 Minuten Spielzeit nahezu perfektioniert. Da wäre zum Beispiel die beeindruckende, opernhafte Stimme von Vipeke Stene, die einen Großteil der derzeitig aktiven weiblichen Chanteusen ziemlich alt aussehen läßt! (Na ja, alle Töne trifft sie aber weiß Gott auch nicht! - fa) Ihr Wechselgesang mit dem männlichen Shouter wirkt dann auch nicht selten wie die musikalische Konfrontation zwischen Himmel und Hölle. Alle Songs weisen eine durchschnittliche Spielzeit von ca. sieben Minuten auf, sind erstaunlich professionell durcharrangiert und bieten den perfekten Soundtrack zu einem ungemütlichen Herbstabend. Schleppende Riffs, tolle Piano-Passagen, melancholische Violinen und teils orchestrale, teils atmosphärische Keyboards verschmelzen hier zu einem Ohrgasmus der besonderen Art. TRISTANIA stehen zwar noch am Anfang ihrer jungen Karriere, überzeugen aber mit ihrer Mixtur aus Klassik und Gothic-Metal bereits auf ganzer Linie. Unbedingt antesten! (ROCK HARD 9 / 10)


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