1. To Thous Who Dwellest In The Night
2. Wintry Grey
3. Whence & Wither Goest The Wind
4. Raudt Og Svart
5. The Bodkin & The Quietus (...To Reach The Stars)
6. Du Nordavind
7. Fall Of Man
8. Naar Kulda Tar (Frostnettenes Prolog)
Sverd heißt der denkende, komponierende Kopf dieser norwegischen Black Metal-Band, die diese Art von Musik nicht erst gestern entdeckt hat. Seit 1989 existiert die Truppe, in der außerdem Talente spielen, die sonst in so illustren Bands wie Mayhem, Ulver und Emperor ihrem Handwerk überwiegend erstklassig nachgehen. Dennoch ist vorliegendes Stück Schwärze alles andere als ein nebenbei dahingeknalltes Ergebnis des Norway-typischen Jeder-spielt-bei-jedem-Syndroms. ARCTURUS kombinieren die rasende, klirrende Haßkälte, wie sie Emperor bislang am intelligentesten zelebrierten, mit überwältigender, detailverliebter Zartheit aus dem Bereich europäischer Medievalmusic (Erste Sahne. Das gibt mindestens sieben Punkte auf der nach oben hin offenen Fremdwortnotzuchtskala - Red.). Dieser Sverd - hat der auch einen bürgerlichen Namen? - scheint sich mehr als Künstler denn als Black Metal-Musiker zu verstehen. Denn auf dieser Scheibe namens "Kalte Wintersinfonien" wird zu keinem Zeitpunkt grobschlächtig gehackt. Hier überwiegt die Eleganz, die ebenso agressiv und häßlich sein kann wie ungestümes Gebolze der Marke Immortal. Und da derjenige Mensch, der für den Gesang zuständig ist (Sverd?), im Gegensatz zum Gros seiner Kollegen nicht neben der Spur kreischt, ist das Gesamtwerk ein überzeugendes. (ROCK HARD 8 / 10)


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