Bei den Salzburger Black/Death-Blas(t)phemisten schlägt das Pendel dieses Mal etwas mehr in die Schwarzmetall-Richtung aus. Unüberhörbar standen schwedische Knüppel-aus-dem-Sack-Bands wie Dark Funeral und Infernal Pate für die berüchtigten Highspeed-Passagen. Der Florida-Einschlag ist zwar noch immer spürbar; Deicide & Co. treten im Gesamtbild jedoch etwas in den Hintergrund. Mit Drummer Torturer, der in jüngster Vergangenheit schon live überzeugen konnte, haben BELPHEGOR endlich den richtigen Mann für die Extrem-Blasts im roten Metronom-Bereich gefunden. Das unheilige Quartett punktet aber überraschend am meisten bei einem für seine Verhältnisse gedrosselten Song. ´Fukk The Blood Of Christ´ ähnelt am Anfang sehr stark Slayers ´Bloodline´, hebt sich aber mit Fortdauer deutlich ab und entwickelt sich zum puren Horror-Soundtrack mit Gänsehaut-Garantie. Der Titeltrack könnte auch auf „Panzer Division Marduk" stehen, hat aber mit dem packenden Chorus noch ein zusätzliches Schmankerl zu bieten. Überzeugend wie immer agiert das geniale Gitarren-Tandem Helmuth und Sigurd, von denen ich gerne mal einen Morbid-Angel-Song gecovert sähe. Zum Sound-Handwerk von Alex Krull muss wohl nicht viel erklärt werden; geschmackvolle Movie-Intros runden „Lucifer Incestus" gekonnt ab. Mit dieser Scheibe in der Hinterhand sollten sich BELPHEGOR vom Geheimtipp zur ernsthaften Konstante im extremen Metal mausern können. Phallelujah! (ROCK HARD 9 / 10)
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