LOUDBLAST sind einfach nicht totzukriegen. Annähernd 20 (!) Jahre befinden sich die Franzosen schon im Geschehen, besitzen in ihrem Heimatland Heldenstatus und haben im Laufe der Karriere ihren einst rüden Thrash der Anfangstage mit technischer Kante aufpoliert. Nach dem ´98er Album „Fragments" war zunächst einmal Schicht im Schacht bei Bandleader Stéphane Buriez und Co., die übrigens eine enge Freundschaft mit Chuck Schuldiner pflegten. Jetzt melden sich LOUDBLAST, verstärkt durch Agressor-Gitarrist Alex Colin-Tocquaine, mit „Planet Pandemonium" zurück, wobei die auf dem Vorgänger eingeschlagene Richtung weiter ausgebaut wurde. Die Klasse ihrer grandiosen Anfang-Neunziger-Veröffentlichungen „Sublime Dementia" und „Cross The Threshold" werden die vier Jungs zwar nicht mehr erreichen, aber auch „Planet Pandemonium" besitzt seine starken Momente. Die charakteristische, überaus anspruchsvolle Klampfenarbeit begeistert ebenso wie das punktgenaue Drumming und die kraftvolle Produktion. Trotzdem könnten LOUDBLAST hier und da gerne mal öfters die Handbremse lösen, denn auf Dauer verliert das höchst kompetent vorgetragene Midtempo-Geschredder inklusive Stakkato-Geriffe seinen Reiz. Techno-Thrasher mit einem Faible für Meshuggah, Face Down, Obliveon oder E-Force können dennoch bedenkenlos zuschlagen. (ROCK HARD 7,5 / 10)
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