Schade: Nach den hochwertigen Hardrock-Schmankerln "Native Tongue" und "Crack A Smile" macht sich bei den reanimierten POISON nun wieder so etwas wie musikalische Beliebigkeit breit. "Hollyweird" ist weit davon entfernt, die musikalische Tiefe der beiden Vorgängeralben zu erreichen - und dies ist sicher nur zum Teil darauf zurückzuführen, dass statt der beiden Mega-Gitarristen Richie Kotzen und Blues Saraceno nun wieder Wenigkönner C.C. DeVille über die Bühne rockt. "Hollyweird" könnte man fast als Rückschritt ins Jahr 1986 beschreiben - und tatsächlich erinnern schlüpfrige Gute-Laune-Rocker wie ´Wishfull Thinkin´ oder ´Shooting Star´ frappierend an "Open Up And Say... Ahh!" und "Look What The Cat Dragged In". Die drei von CC eingesungen Songs klingen wie besseres Material seines zu recht gefloppten Pop-Mini-Punk-Rock-Projekts Samantha 7 und sorgen für Abwechslung - hätten aber, wie alle anderen Tracks der Scheibe auch, eine üppigere Produktion vertragen können. "Hollyweird" ist angesichts des drastischen Substanzabfalls im Vergleich zu den beiden Vorgängerkeksen nur bedingt für unbedarfte Ohren zu empfehlen, für Fans der Truppe aber immer noch eine unterhaltsame Angelegenheit. (ROCK HARD 6,5 / 10)
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