Songs:
1. Skyforger
2. Ancestor
3. Knell
4. Desolated Land
5. The King
6. Cold Flame
7. Headstones
8. Fires Of The Fallen
9. Eternal Slumber

Skandinavien steht für Kälte und Metal. Die Melodic Death-Metaller Wolfheart sind also in guter Gesellschaft – vor allem, weil sie ihre Musik als „Winter Metal“ bezeichnen. Allerdings kann man dem, was die Finnen machen, tatsächlich die dunkelste Jahreszeit anhören. KING OF THE NORTH wiegt schwer – und prescht dann doch so kraftvoll voran, dass man die Schneeflocken bereits aufstieben sieht. Beim sechsten Album der Gruppe ist von Anfang an eindeutig eine Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorgänger WOLVES OF KARELIA (2020) erkennbar: Der Einsatz von Klargesang ist neu. In ‘Skyforger’ klingt er zwar noch etwas holprig, dafür fügt er sich später umso besser mit den Growls zusammen (vor allem der letzte Song ‘Eternal Slumber’ ist schön). Zusätzlich haben sich Wolfheart erstmals Verstärkung in ihre Songs geholt: In ‘Ancestor’ unterstützt Killswitch Engage-Sänger Jesse Leach im Refrain, und wer es dunkler mag, kommt mit Nile-Frontmann Karl Sanders in ‘Cold Flame’ auf seine Kosten. Wolfheart können mit Genre-Kollegen durchaus mithalten; passagenweise erinnern sie in ihrer Melancholie auch an Insomnium (‘Skyforger’) oder in verspielten Gitarrensoli an Amorphis (‘Knell’ – welches in seiner Melodie zugleich dem erst kürzlich erschienenen ‘Dawn Of The Norsemen’ von Amon Amarth ähnelt). Insgesamt ein rundes, atmosphärisches Album, auf das man gerne zurückkommt. (METAL HAMMER 5/ 7)


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