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Gravecloud - Equinox


Release Info: 2021 - EP
Band Info: Deutschland - 2021 - Death Metal
Bewertung: 7


Songs:

1. The Fall Of Man
2. Whatever Brings The Dawn
3. Your Name In The Wind
4. Nightward Bound
5. Equinox

Die EP „Equinox“ fällt als erstes mal mit einem gelungenen Cover-Artwork auf. Die edle Farbgebung und das Motiv finde ich sehr interessant und lädt zum genauern Hinschauen ein. Musikalisch beinhaltet „Equinox“ 5 Songs, wobei ein Song lediglich ein Instrumentaltrack ist. Man hört sofort, dass hier keine blutjungen Frischlinge am Werk sind. „The Fall Of Man“ holt gleich zu Beginn mächtige symphonische Keys raus und lässt direkt epische Gefühle aufkommen. Dem sphärischen Beginn wird allerdings nach kurzer Zeit der Gar ausgemacht und die Death-Metal-Keule schlägt um sich. Blastbeat-Gewitter schlagen ein, prasselnde Leads regnen hernieder und die schroffen Growls von Fabian fegen stürmisch ins Gesicht. Damit hatten GRAVECLOUD ganz schnell mein ungeteilte Aufmerksamkeit. Überrascht wurde ich dann beim Song „Whatever Brings The Dawn“. Geht es zunächst standesgemäß rau in den Song, so wirkt der Chorus ungemein fröhlich und hat so einen Touch von Folklore. Das hätte ich so nicht erwartet und so was finde ich meistens immer gut, wenn es den Song nicht zerstört. Hier wurde ich an die Band EQUILIBRIUM erinnert, die diesen Stilmix sehr erfolgreich betreibt. Demnach ist der Song mehr als gelungen und besticht durch einen wechselhaften Verlauf ohne durcheinander zu wirken. Es folgt ein instrumentales Zwischenspiel „Your Name In The Wind“, bevor es mit „Nightward Bound“ wieder mit voller Härte vorangeht. Trotz der wirbelnden Drums und rasenden Gitarrenleads werden die Melodien nicht vergessen. Dieser Song wechselt zwischen furiosen Blastbeat-Vollgasattacken und schweren stampfenden Passagen. Beim Abschlusstrack „Equinox“ fällt mir die starke Basslinie positiv auf. Auch bei diesem Song überzeugen die Tempi- und Rhythmuswechsel. In dem Zusammenhang muss man sagen, dass GRAVECLOUD darauf wert legen die Songs nicht monoton werden zu lassen. Es gibt zwar immer einen roten Faden in den Songs, doch mit viel Geschick werden andere Facetten in den Faden eingewoben ohne das störende Knoten entstehen oder der Faden gar durchgeschnitten wird. Das ist eine tolle Leistung, die Anerkennung verdient. Die Growls von Fabian sind wirklich gut gemacht und werden nicht nur monoton hingeklatscht. Man kann sogar sehr viel von den Texten verstehen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und verdient so zusätzliche Pluspunkte. GRAVECLOUD können mit stolz geschwellter Brust auf ihre erste EP „Equinox“ blicken. Es ist nicht nur für ein Debüt sehr beeindruckend, sondern die Songs sind so ausgefeilt und hochwertig arrangiert und gespielt, dass man es gar nicht für ein Debütalbum von jungen Musikern halten würde. Sogar im Vergleich mit gestandenen Bands liegt die Qualität weit über dem Durchschnitt. Daher kann ich abschließend nur sagen: Weiter so! (METAL-HEADS.DE)



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