1. Ascendancy
2. Burning Portrait
3. Twelve Infernal Lords
4. Mercury's Shadow
5. A Sorrow Unspent
6. Luciferic
7. From Second Sight
8. Poison Elegy
9. The Blood Ran Deep
10. Earth We Bequeath
Dass SATAN „hip“ waren, ist schon etwas länger her, ca. 1984/´85, als man die Band in einem Atemzug mit Anvil, Jaguar, Exciter, vielleicht sogar Metallica nannte. Aber selbst für einen „eisernen“ Veteranenstatus haben die Briten wohl etwas zu wenig geleistet. Der Anfang (Demo, Single, Sampler-Beiträge, Debüt) war wirklich rasant, danach gab´s viel Funkstille, ehe man sich 2010 noch mal zu einer Reunion zusammenschloss (natürlich zu spät, um die Versäumnisse von über 20 Jahren aufzuholen...). Die letzten Outputs waren allerdings auf einem guten Niveau, und „Earth Infernal“, das sich weitgehend mit zeitgemäßen Politik- und Gesellschaftsthemen (Klimawandel, Desinformation, Egoismus) beschäftigt, schließt da nahtlos an. Dass die Band ihre Wurzeln in der NWOBHM hat, ist bekannt, ebenso die Tatsache, dass ihr Twin-Gitarren-Stil nicht weit von dem entfernt ist, was Iron Maiden einst populär gemacht hat. Der große Pluspunkt dieser Platte ist ohne Zweifel die butterweiche, organische Produktion. Hier spielen noch Menschen leidenschaftlich auf ihren Instrumenten, man hört jedes Detail beim Zusammenspiel der Gitarren mit dem Schlagzeug, das wunderbar dynamisch mit unzähligen Wirbeln die Songs begleitet. Auch der Gesang von Brian Ross ist melodisches Metal-Herzblut pur, weit weg vom Gekreische und Gepolter der heutigen Metal-Welt. Klar, SATAN sind nicht mehr jung, aber die Lust an der Musik ist präsenter als bei so mancher Newcomer-Band. Der Großteil der Tracks bewegt sich im Uptempo-Bereich, die Gitarrenläufe zirpen rechts und links im Wechsel, und Ross wirkt fast wie ein Shakespeare-Darsteller, der eine dramatische Geschichte nach der anderen raushaut. Metal-Platten wie diese erscheinen einfach zu selten. (ROCK HARD 8 / 10)


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