1. Echoes Of The Past
Bei dem Bandnamen Aquilla kam mir zunächst Spanien in den Sinn, allerdings kommt diese Combo aus Polen. 2015 wurden sie gegründet und hauen nun – nach drei digitalen Singles und zwei EPs – ihr erstes Album raus, das mit einem atmosphärischen, leicht spacigen Intro beginnt. Tatsächlich spielen sie aber klassischen Heavy Metal mit schnellen Riffs, netten Gitarrenmelodien und hohem, melodischem Gesang. Man hört, dass sie sich an alten Bands wie Iron Maiden und Mercyful Fate orientieren, ohne allerdings wirklich so zu klingen; ein Problem, dass für mich fast alle „neuen“ Bands haben. Dennoch macht dieses Teil richtig Bock! Es geht treibend nach vorne los, dennoch bleibt man immer melodisch und nachvollziehbar. Verschnaufpausen gibt es aber kaum. „Scarlet Skies“ ist schleppender als der Rest, „New Dawn Of Evadera“ ist ein spaciges Instrumental mit Drumcomputer und geht leider als Totalausfall durch. Ansonsten wird hier das Gaspedal ausgefahren. Sänger Blash Raven übertreibt es manchmal mit seinen Eunuchen-Screams. Dafür knallen die Backing Vocals gut. Die Produktion ist etwas dünn, aber erdig und passt gut ins Gesamtkonzept. Wer auf Bands wie Skullfist, Enforcer, Ambush oder Steelwing steht, der wird auch mit Aquilla sicherlich etwas anfangen können. (CROSSFIRE 7 / 10)


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