Bewertung: 7,5
Celestial
Wizard aus Kalifornien versuchen auf Winds Of The Cosmos die zwei Genres Power
und Death Metal zu einem schmackhaften Menü zu verarbeiten. «Winds Of The
Cosmos» zeigt dabei das Talent der Band, aber auch einige Schwächen.
Die
Geschichte von Celestial Wizard beginnt eigentlich bereits 2011, damals noch
unter dem Namen Solarfall. 2018 änderte man den Namen und veröffentlichte in
Eigenregie das Album «A Sinister Awakening». Das aktuelle Album erschien
eigentlich bereits im Sommer 2022. Jetzt konnte man mit Scarlet Records einen
Deal abschliessen und so kommt das Album nun noch über offizielle Wege in die
Plattenläden.
Nach
dem etwas seltsamen Intro «Andromeda» startet man mit «Revenant», dass mir auch
nach mehreren Durchgängen nur mittelprächtig gefällt. Der Song ist zwar rasant
und mit einem guten Riff ausgestattet, trotzdem fehlt das gewisse Etwas. Dann
folgt mit «Ice Realm» aber das Highlight. Hier zeigen die Zauberer aus den Staaten
wie man Death und Power Metal zu einem gelungenen Song verschmelzen kann. Ein
eingängiger Up-Tempo Kracher, der zeigt zu was die Band fähig ist. Auch der
nächste Song «Powerthrone» (Midtempo mit cleanen Vocals im Refrain) ist klasse,
diesmal ein. Leider können Celestial Wizard das Niveau dieser beiden Songs
nicht über die ganze Albumlänge halten. Bis zum abschliessenden achtminütigen Titelsong,
der nochmal richtig stark ausgefallen ist. Manchmal will die Band auch etwas zu
viel, wie beim Song «Cyberhawk», der eigentlich gefallen würde, der aber durch deplatziert
wirkende Pianoklänge den Drive verliert.
Wie
man die beiden Welten Power und Death Metal vereint, hat die kanadische Band
Lutharo mit ihrem 2021 erschienenen Album «Hiraeth» bewiesen. Celestial Wizard
schaffen es nicht, diese Klasse zu erreichen, lassen aber immer wieder erkennen,
dass sie durchaus Potential haben. Wenn sie es schaffen mehr Songs wie eben «Ice
Realm» zu komponieren, steht uns vielleicht mit dem nächsten Album etwas Grosses
bevor.


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