1. Overture To Armageddon
Der
Vorgänger «Mooncult» von 2019 ist mir noch in guter Erinnerung geblieben. Nun,
folgt mit neuem Sänger also der Versuch dieses Album noch zu toppen. Wer die
Band bisher nicht kannte, dem sei gesagt, dass die Finnen für melodiösen
Bombast Power Metal mit symphonischen Elementen stehen.
Bruno
Proveschi ist der neue Barde am Mikro und ersetzt damit Gründungsmitglied Nils
Nordling (ex-Dreamtale). Auch wenn der Name wohl den allermeisten unbekannt sein
dürfte, macht der Mann aus Uruguay einen tollen Job. Das zeigt sich schon beim
Opener «Shadow Of A Curse» der mit mächtigen Chören und tollen Solis glänzt. Noch
besser sind die beiden folgenden Songs «The Ones To Fall» und «Creatures Of The
Night», wobei ersterer mit ruhigen Zwischenparts und einem klasse Refrain und
zweiterer balladesk anfängt und sich zu einer kleinen Hymne entwickelt. «Soul Reaver»
zieht das Gas wieder an und erinnert stark an Orden Ogan oder Blind Guardian. «And
Then Comes Oblivion» ist eine Ballade, die mit Streicherparts untermalt ist,
die mich aber nicht ganz packen kann. Das mit einem simplen Refrain ausgestattete
«Nighthunter» läutet dann die zweite Hälfte ein. «Dusk Of Dawn» ist wieder
deutlich theatralischer und kommt fast wie eine melodische Variante von Dimmu
Borgir’s «Interdimensional Summit» aus den Boxen. Die beiden letzten Songs sind
keinen Deut schlechter und beschliessen ein wirklich starkes Album.


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