1. Swallow The Slaughter
WHIPLASH, die dritte. Ende der Achtziger veröffentlichten die Ostküsten-Thrasher drei vielbeachtete Scheiben, nach dem ersten Split vergingen sieben Jahre, bis sich die Truppe wieder zusammenfand und erneut drei Platten aufnahm - bis 1998 erneut Schicht im Schacht war. Ob´s nach dieser Wiederauferstehung wieder drei Platten geben wird? Warten wir´s ab. „Unborn Again" ist jedenfalls kein schlechter Einstieg. Allerdings sollte man festhalten, dass dies keine lupenreine Thrash-Platte ist. Ziemlich genau die Hälfte der Tracks wird zwar in thrashigem Tempo runtergeholzt, bei den anderen Stücken schlägt aber Tony Portaros Vorliebe für Acts wie Led Zeppelin, Black Sabbath oder auch Riot durch, und demzufolge bewegen die sich dann eher im traditionellen Metal-Spektrum. Wenn auch mit Ecken und Kanten gespielt. Das ist musikalisch weitgehend einwandfrei. Und doch hat „Unborn Again" ein gravierendes Problem. Denn Mastermind Portaro hat sich dazu entschieden, die Vocals selbst zu übernehmen. Das geht ziemlich in die Hose, denn sein Gesang klingt in etwa wie Dave Mustaine an einem ganz schlechten Tag - oder Lips von Anvil mit Lungenkrebs. Da nutzt auch die knackige Produktion von Szene-Veteran Harris Johns nix: Das Ganze ist ein klarer Fall von „love it or hate it". (ROCK HARD 7 / 10)


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