Es ist mittlerweile auch schon wieder vier Jahre her, dass die wiedervereinigten US-Speed-Vorreiter AGENT STEEL mit ihrem nicht überragenden, aber gelungenen Comeback "Omega Conspiracy" auftrumpfen konnten. Der jetzt endlich vorliegende Nachfolger "Order Of The Illuminati" macht direkt einen prima Eindruck: Das "Akte X"-mäßige Coverartwork begeistert ohne Ende, und der total old-schoolige Sound lässt die Daumen bereits nach wenigen Sekunden Musikeinfuhr nach oben schnellen. Dazu kommt der weiter verbesserte Gesang von Bruce Hall, der es zwar - vor allem im Vergleich zu John Cyriis - etwas an Ausstrahlung vermissen lässt, aber dennoch zu den klar Besseren seiner Zunft gehört. Musikalisch muss man dagegen ein paar kleinere Abstriche machen. Zwar befriedigt das Opening-Quartett in Form von ´Avenger´ (typischer AGENT STEEL-Kracher mit Achtziger-Touch), ´Ten Fists Of Nations´ (siebenminütiger Power-Metal-Banger mit Midtempo-Schlagseite), ´E.U.L.´ (hymnischer Fistraiser) und ´Enslaved´ (kompromissloser Speed-Metal-Knaller - bester Song des Albums) selbst größte Nörgler; danach stellt das Suchen nach wirklich mitreißenden Ideen bzw. Hooks allerdings eher ´ne mittelgroße Herausforderung dar. Trotzdem ist "Order Of The Illuminati" eine gelungene Investition für die Alte-Schule-Fraktion. (ROCK HARD 8 / 10)
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