1. Is There Anybody Out There?
Einen ersten Jahreshöhepunkt liefern die deutschen Symphonic Metaller Beyond The Black mit ihrem selbstbetitelten fünften Album ab. Das ist für mich umso erstaunlicher, gefallen mir doch in der Regel Heavy Metal Bands mit hohen Frauenstimmen überhaupt nicht. Ausnahmen bilden Within Temptation und Nightwish (mit Floor Jansen).
Beyond The Black zeigen mir nun, dass diese Abneigung nicht am Frauengesang, sondern am mässigen Songwriting der entsprechenden Bands liegt. Und dieses ist hier massiv besser. Dabei starteten Beyond The Black bei mir sogar mit einer negativen Note. Ein Auftritt in Pratteln blieb mir höchstens aufgrund der massiven Playbacks in Erinnerung, nicht aber aufgrund der Lieder. Die Deutschen kämpfen sich also bei mir mit diesem Album doppelt nach oben und überholen gleich auch noch gefühlt 95 Prozent aller Bands, die ich jährlich bewerte. Das liegt – ich wiederhole mich - ausschliesslich am massiv starken Songwriting, das die Deutschen hier präsentieren. Dabei erinnern sie bei verschiedenen Liedern wie «Free Me», «Wide Away» oder «Reincarnation» an Within Temptation, ohne dass dies stören würde. «Winter Is Coming» dagegen könnte auch von Kamelot stammen, während das abschliessende «I Remember Dying» einem "Herr der Ringe" Soundtrack entsprungen hätte sein können.


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