1. N.W.L.
Als ollem Thrasher wird einem richtig warm ums Herz, wenn man das Scheibchen der Jungspunde aus der finnischen Universitätsstadt Jyväskylä hört. Statt irgendeinem - meist kurzlebigen - Trend hinterherzurennen, setzen LOST SOCIETY auf ihrem Debüt lieber auf schnörkellosen Thrash Metal der alten Schule. Dabei decken die Nordlichter ein relativ breites Spektrum ab, das von alten Metallica und Megadeth über Nuclear Assault und Anthrax bis zu Pantera reicht. Womit wir auch schon beim einzigen Manko der Scheibe wären: Dem Kleeblatt mangelt es noch am nötigen Maß an Eigenständigkeit, die aus den eben aufgezählten Combos Trailblazer gemacht hat. Anders gesagt: Auf „Fast Loud Death" wird zitiert, bis sich die Balken biegen, was man den Burschen in Anbetracht ihres jugendlichen Alters - 17, 18, 19 und 19 zarte Lenze - aber gerne verzeiht. Zumal LOST SOCIETY eine Unbekümmertheit und Spielfreude an den Tag legen, wie sie die Altvorderen des Genres schon lange nicht mehr auf die Kette kriegen, die Produktion von Nino Laurenne (Amorphis, Ensiferum, Lordi) ordentlich ballert und die Kapelle in Bandgründer Samy Elbanna (g./v.) einen kleinen Riffgott in ihren Reihen hat. Kurzum: Den Finnen gehört die Zukunft! (ROCK HARD 7,5 / 10)


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