Bewertung: 9
1. Human Nature
Blindkäufer,
welche das Album wegen des Artwork kaufen werden überrascht sein, wenn sie reinhören.
Hier wird kein Metal geboten, wie es das Cover suggerieren könnte, sondern
Melodic Hard Rock der Extraklasse. Die Schweden liefern mit Human Nature ihr
viertes Album ab und sie überzeugen dabei von A-Z.
Der
Bandname stammt von Bon Jovi’s Richie Sambora, dessen Fender Gitarre von 1996
diesen Namen trug. Mit Bon Jovi haben die Schweden ansonsten nichts zu tun,
eher geht die Musik in Richtung Whitesnake, Thunder und ganz oft höre ich auch Molly
Hatchet und Lynyrd Skynyrd Einflüsse. Wer jetzt altbackenen Hardrock erwartet
liegt aber auch falsch, denn Black Paisley gelingt das Kunststück den Songs einem
modernen Touch zu verpassen, was auch an der gelungenen Produktion liegt, welche
angenehm warm und dynamisch klingt. Highlights sind auf der Scheibe der Schweden
gleich zuhauf zu finden, angefangen beim Ohrwurm-Opener «Set Me On Fire». Aber
auch das locker-flockige «Not Alone», der Titeltrack und vor all das mit einem
Southern Rock Flair ausgestattete «Mojo» wissen zu begeistern und lassen mich
immer wieder die Repeat-Taste drücken.
Bereits
der starke Vorgänger «Rambler» konnte mich überzeugen und mit dem neusten
Streich legen die Skandinavier die Messlatte noch ein Stück höher. Wer seine Musik
gerne auch mal etwas plüschiger mag (wobei das Album ohne Balladen auskommt und
deshalb durchgängig rockt!), muss hier zugreifen, denn Black Paisley hätten es
mittlerweile verdient, mehr als ein Geheimtipp zu sein. Klasse Scheibe, Klasse
Band!


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen