1. Mystic Fires Of Dark Allegiance
Schwedischer
Melodic Black Metal unterschreitet ja fast nie ein gewisses Qualitätsniveau und
deshalb darf man auch beim vierten Album von Frozen Dawn eine gewisse
Erwartungshaltung haben. Aber Achtung: Auch wenn hier schwedisch geprägter Black
Metal gezockt wird, Frozen Dawn stammen nicht aus Skandinavien sondern von
Spanien, welches nun nicht gerade für kalten Black Metal bekannt ist.
Frozen
Dawn starten mit «Mystic Fires Of Dark Allegiance» fulminant, denn nach kurzem Eingeläut
geht es rasant los. Aber die Spanier holzen nicht einfach alles nieder, sondern
verpacken dermassen viel Melodie in die Songs, dass es einen von Anfang an
packt. «Spellbound» ist ebenfalls ein Beispiel für einen dieser Schnellzug
Songs, die aber immer wieder von fast schon klassischen Metal Akzenten aufgepeppt
werden. Die Stärken der Spanier zeigen sich dann in Hymnen wie «Black Reign
Awaits» oder «Frozen Kings» die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Für Abwechslung sorgt der balladesk startende Titeltrack der sich in eine
epischen Black Metal Stampfer steigert. Unnötig ist auf dieser Scheibe nur das Outro,
dem aber noch «Blinded By Light, Enlighteded By Darkness» folgt. Hier huldigen
Frozen Dawn einer ihrer grossen Helden: Necrophobic.
Wer
nach Innovation lechzt ist hier falsch. Frozen Dawn huldigen Bands wie
Dissection, Necrophobic und Thulcandra, ja mir fallen hier sogar noch die
legendären Gates Of Ishtar ein, vor allem was die Melodien angeht. Wenn ich
solche starken Alben höre, kann pfeife ich auf fehlende Innovation und ich bin
mir ziemlich sicher, dass Frozen Dawn’s Werk auch am Ende des Jahres in meiner
Jahresbestenliste auftauchen wird. Zum Schluss gibt es noch Tadel für das
Label: Eine klasse Platte, ein grandioses Artwork und kein Vinyl? Grummel!


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen