Am Montag war das Z7 bei Alestorm und
Gloryhammer ausverkauft. So weit sind Twilight Force noch lange nicht, trotzdem
dürften die anwesenden Fans kaum enttäuscht nach Hause gegangen sein, denn alle
drei Bands lieferten ab und konnten mit viel Spielfreude überzeugen. Da die
Tour aufgrund der Pandemie mehrls verschoben werden musste, konnte man gleich
eine ganze Fülle a neuen Songs live geniessen.
Silver Bullet
Den Anfang machten die Finnen von Silver Bullet, deren letztes Album «Shadowfall» ich mit 8,5 Punkten belohnt hab. Dementsprechend gespannt war ich auf die Live Performance und auf den neuen Sänger Bruno Proveschi. Dieser nutzte seine Chance und ist auch live ein absoluter Gewinn für Silver Bullet. Die Band starte mit «Shadow Of A Curse» fulminant in ihr Set und konnte dabei beim Publikum – der grösste Teil dürfte Silver Bullet noch nie gehört haben – ordentlich punkten. Da die Band das Drumkit von Twilight Force benutzten hatten sie ordentlich Platz um ihren Bewegungsdrang zu stillen. Dank weiteren Knallern wie «The Thirteen Nails» und «The Witcher’s Hammer» dürften Silver Bullet so manchen neuen Fan dazugewonnen haben und nicht nur ich hätte sich mehr als sechs Songs gewünscht. Toller, mitreissender Auftritt!
Setlist: «Shadow Of A Curse » - « She Holds The Greatest Promise» - «The Ones To Fall» - «The Thirteen Nails» - «The Witches Hammer» - «Forever Lost»
Seven Spires
Nun
war es Zeit für den ersten Schweizer Auftritt der Band um Sängerin Adrienne
Cowan, wobei die Stimmakrobatin ja schon mit Avantasia im Z7 auf der Bühne
stand. Stilistisch fielen Seven Spires dabei schon aus dem Rahmen, denn die Einflüsse
reichen von Power, Symphonic, Death bis Progressive Metal. Nach dem Intro stiegen
die Amerikaner mit «Gods Of Debauchery» knallhart in ihr Set und Adrienne
zeigte schon mal ihr breites Spektrum. Von Growls über Klargesang bis zu
klassischen Gesangslinien beherrscht sie alles und sorgte so für offene Mäuler
bei den Anwesenden, auch wenn die Songs selber nicht für dieselbe Stimmung wie
bei Silver Bullet sorgten. Aber es brauchte auch nicht Mitgröhlrefrains, denn
die Stärken von Seven Spires kamen dank einem guten Sound und der Spielfreude
der Band trotzdem zur Geltung. Mit sechs Songs lang das Augenmerk der Setliste
auf dem neuen Album «Gods Of Debauchery». Seven Spires haben ihre Chance
jedenfalls genutzt.
Setlist: «Wanderer’s Prayer (Intro)» - «Gods Of Debauchery» - «Oceans Of Time» - «The Cabaret Of Dreams» - «Succumb» - «Unmapped Darkness» - «In Sickness, In Health» - «Dare To Live» - «This God Is Dead»
Twilight Force
Nun
war es Zeit in eine Welt voller Zauberer, Elfen und natürlich Drachen
einzutauchen. Die Schweden hatten dabei leichtes Spiel, denn die Fans mussten
lange auf diesen Auftritt warten, so dass Twilight Force gleich aus den letzten
beiden Alben Songs wählen konnten, welche noch nicht zu Live-Ehren kamen. Mit
dem Titeltrack aus dem vorletzten Album «Dawn Of The Dragonstar» enterten die
Jungs die Bühne und sorgten sogleich für Stimmung. Natürlich steht Twilight
Force für fröhlichen, ultramelodiösen und kitschigen Power Metal und deshalb
war das Motto schnell klar: Heute wird gefeiert! So wurde bei «Flight Of The Sapphire
Dragon» ein aufblasbarer Drachen ins Publikum geworden, welcher dann über das
Publikum wanderte oder es durfte ein junger Fan auf die Bühne und konnte zwischen
den beiden Songs «Enchanted Dragon Of Wisdom» oder «Long Live The King» wählen.
Er entschied sich für Zweiteren, was sich als goldrichtig entpuppte, denn dieser
Song war ein absolutes Highlight und wurde mächtig abgefeiert. Die Ansagen von
Keyboarder Blackwald mit seiner epischen Stimme gaben einem das Gefühl wirklich
in einer anderen Welt zu sein und der neue Sänger Alessandro Conti alias «Allyon»
ist live eine Wucht. Die Setlist war klug gewählt und so fanden neue Knaller
wie «At The Heart Of Wintervale» ebenso Anklang wie die bekannten Klassiker,
auch wenn die Spielzeit von 75 Minuten etwas gar kurz für einen Headliner war. Bei
«Blade Of Immortal Steel» durfte die Temperance-Sängerin Kristin Starkey, die
als Backgroundsängerin mit auf Tour ist, ihr Können beweisen und intonierte den
Song wirklich genial. Mit «The Power Of The Ancient Force» fand die Stimmung
seinen Höhepunkt und markierte ausserdem das Ende eines äussert kurzweiligen
Abend mit grandiosen Musikern und Bands.
Setlist:
«Intro» - «Dawn Of The Dragonstar» - «Twilight Force» - «Dragonborn» - «Thundersword»
- «Flight Of The Sapphire Dragon» - «Long Live The King» - «Winds Of Wisdom» - «Twilight
Horizon» - «At The Heart Of Wintervale» - «Blade Of Immortal Steel» - «The
Power Of The Ancient Force»

































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