Bewertung: 9
1. The Raving Light Of Day
Mit
ihrer EP «Niralet» und dem ersten Album «Blood Hails Steel - Steel Hails Fire»
haben Megaton Sword aus Winterthur mächtig Staub aufgewirbelt. Jetzt ist die
Zeit reif für neuen Stoff, um den Siegeszug - mit Schwert und Schild bewaffnet - fortzusetzen.
«Might & Power» nennt sich das Teil und bietet 8 neue Perlen, die es zu
erforschen gibt.
Gitarrist
«Seth Angel» ist zwar seit 2020 in der Band, aber nun erstmals auf Platte zu
hören. Der zweite Gitarrist sorgt für mehr Tiefe und Möglichkeiten, was dem
Gesamtbild durchaus förderlich ist. Der Opener «The Raving Light Of Day» ist jedenfalls
ein gelungener Einstieg, der die Marschrichtung der nächsten knapp 40 Minuten
aufzeigt. Man huldigt dem US-Epic Metal der Marke Cirith Ungol, Manilla Road und
dezenten Manowar Akzenten und schafft so locker den Sprung auf die gleiche Stufe
wie neuere starke Bands wie Eternal Champion oder Visigoth. «Iron Plains» setzt
noch eins drauf und versetzt mich aufrund der Melodie und genialem Gesang schlicht
in Ekstase. Sänger «Uzzy Unchained’s» Stimme bleibt zwar Geschmackssache, macht
aber die Einzigartigkeit von Megaton Sword aus und dieser Refrain ist einfach
nur grandios! «Power» ist ein Mid-Tempo Song, der mit einem ruhigen Mittelteil
für Gänsehaut sorgt. Das balladesk startende «Raikaski» ist ein weiteres
Highlight das von seinem Songaufbau, seinen Riffs und - gegenüber dem Debüt - auch
variablerem eingesetzten Gesangsspektrum lebt.
Also alles Gold was glänzt? Nicht ganz, denn «All Wicked Schemes Unite» ist relativ unspektakulär und die abschliessende Ballade «Babe Eternal» packt mich erst im letzten Drittel. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Megaton Sword haben den Vorgänger getoppt und ein sehr starkes Album am Start. Wer auf kauzigen Epic Metal steht, hat das Teil eh schon auf dem Radar.


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