Bewertung: 6
1. Stronger
Die
Spanier servieren auf ihrem dritten Album keine leichte Kost, vor allem was die
Instrumentierung angeht. 2016 gegründet, möchte die Band Musik schreiben,
welche verschieden Gefühle auslöst und grenzenlos ist, unabhängig vom Genre. Ob
Ihnen das mit «New Horizons Pt. 1» gelungen ist?
Ein
Blick auf das Presse Blatt sorgt bei mir schon mal für Verwirrung. Die Band
bezeichnet ihr Genre als Contemporary Metal, was so viel wie Zeitgenössischer Metal
bedeutet. Was das sein soll? Noch nie gehört und scheint mir so sinnvoll, wie
wenn mich jemand fragt was ich für ein Auto fahre und ich antworte: «Ein Rotes».
Die Band zu schubladisieren fällt aber in der Tat nicht leicht. Die Band
verwurstelt munter Alice In Chains mit Fear Factory und Dream Theater, sprich
die Spanier lassen sich nicht auf eine Stilrichtung fixieren. Der Opener «Stronger»
lässt mit fetten, progressiven Riffs und einem eingängingen Refrain schon mal
seine Muskeln spielen. Ähnlich gut ist auch das harte, aber sehr melodiöse «The
Sniper». Leider verliert sich die Band ab und an in zu vielen Elementen und
Ideen und es fehlt ein wenig der rote Faden. So folgt mit «When The Earth
Leaves The Sun» ein ruhiges, vertracktes Stück, welches den Schwung wieder
abbremst. Dazu kommt die leicht nasale Stimmfarbe von Herr Ruiz, die über volle
Albumlänge zumindest gewöhnungsbedürftig ist. Im Falle von Heleven lässt sich
sagen: Weniger wäre manchmal mehr.
Keine
Frage, Fans von oben genannten Referenzbands sollten mal reinhören, der Rest
(und da zähle ich mich dazu) dürfte mit Heleven eher ihre Mühe haben.

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