1. Tramalized
Bock
auf Old-School Death Metal aus dem Land der tausend Seen? Dann kann ich das
Debütalbum der erst 2021 gegründeten Finnen durchaus empfehlen.
Natürlich
schielen Tramalizer auf schwedische Legenden wie Dismember, Entombed oder
Unleashed und versuchen es schon gar nicht irgendwie zu experimentieren. Die
Jungs bolzen auf ihrer ersten Scheibe so ziemlich alles um, was ihnen in den
Weg kommt, einzig die beiden kurzen Intermezzos und lassen Zeit zum Erholen. Der
Gesang von Riku Tarvonen wechselt zwischen tiefen Growls und hohen, heiseren
Screams, wobei Zweitere mit der Zeit etwas ermüdend sind. Herausragendes
Merkmal der Scheibe sind die Solos von Gitarrist Mikko Jokelainen dessen Virtuosität
einige Songs aus der Mittelmässigkeit reissen. Das Rad erfinden Tramalizer
nicht neu, aber das Songwriting ist so geschickt aufgebaut, dass trotzdem keine
Langeweile aufkommt. Ein gutes Beispiel ist «The Rostov Ripper» der mit
geschickten Tempowechsel Laune macht und geschickt Thrash Elemente mit einbaut.
Wer
sich ein Bild von der Band machen will, dem seien ausserdem der geniale Titeltrack,
sowie das furiose «Point Of No Turning Back» wärmstens empfohlen. Der Rest ist
einfach nur guter Death Metal der alten Schule. Ein paar Killerriffs mehr und die
nächste Scheibe könnte ein Knaller werden.


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