Songs:
1. Deliberate Chaos Caused By Violoations Of The Laws Of Nature
Brasiliens
Metal Szene ist riesig, nur wenige Bands schaffen es aber sich in Europa zu
etablieren. Angra, Krisiun und Sepultura, eventuell noch Nervosa oder Crypta.
Hand aufs Herz: Die wenigsten Metalfans können auf Anhieb mehr Bands aus diesem
grossen Land aufzählen. Ob Anarkhon hier eine grosse Fanschar aufbauen können,
wage ich stark zu bezweifeln. Deren fünftes Album ist nämlich dermassen krank
und komplex, dass hier wohl nur eine Minderheit Gefallen an «Obiasot Dwybat Ptotnun»
finden wird.
Dieses
sumpfige, kranke und schwer verdauliche Album ist lyrisch von Lovecraft’s
Geschichten inspiriert. Die zähen, doomigen Passagen, das ultratiefe Growling
von Aron Romero, die überraschenden und zahlreichen Wendungen machen die Songs aber
auf eine absonderliche Weise auch interessant. Ein Opus wie «The Devourer Of
Eons Manipulates The Inanimated Puppet Called Man» (Uff, was ein Songtitel!)
offenbart das ganze Ausmass mit am besten. Ein psychedelischer Start, der sich in
einen doomigen Stampfer entwickelt, bevor es mit Einsetzen der Growls schnell
wird. Aufgelockert durch kalte Black Metal Riffs und einen Akkustik Part. Ich
bin hin und hergerissen, zwischen Begeisterung und Abneigung. Sicher ist nur,
dass die Scheibe nicht gerade oft auf dem Plattenteller landen wird. Es braucht
wohl einen gewissen Gefühlszustand um Anarkhon sein Gehör zu leihen.


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