1. Disharmony
Gitarrist
und Schlagzeuger Jonas Blum scheint mit Runemagick nicht ausgelastet und so
gründete er 2018 kurzerhand Death Reich. Nach zwei EP’s steht nun das erste
Album in den Startlöchern.
Der
Titeltrack und Opener dient als Intro mit Kesselpauken, Streichern und
gregorianischen Chören, führt einen aber etwas in die Irre. Denn episch wird es
danach nicht mehr, denn Death Reich dücken erbarmungslos auf’s Tempo. Das
furiose «World War» weist den Weg des kommenden dreissigminütigen Infernos. Die
Tracks sind kurz und knackig gehalten und meist geben die Schweden unerbittlich
Gas. «Dissimulation», «Oblivion» oder das starke «Suffocation» sind Death Metal
in Reinkultur. Das Album versetzt einen in die frühen 90er Jahre, es ist
kompromisslos und verzichtet auf moderne Elemente. Die Produktion ist gelungen
und fängt die Rohheit und die Brutalität perfekt ein.
«Disharmony» ist nicht spektakulär oder innovativ, aber es ist ein gutes, solides Stück Elchtod geworden.


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