Bewertung: 6
1. Son Of Sin
Hoppla,
die Brasilianer von Nervochaos scheinen einen kreativen Schub zu haben, denn «Chthonic
Wrath» ist das vierte Album seit 2019, dazu gab es noch eine EP. Die Geburt dieser
Death Metal Urgesteine datiert auf 1996 in Sao Paulo. Lauschen wir doch mal,
was der elfte Longplayer zu bieten hat.
14
Songs im Stil von Possessed, Morbid Angel oder Sinister wie das Label meint und
damit liegen sie nicht mal falsch. Die Songs bewegen sich in der Regel zwischen
drei und vier Minuten, sind knackig gehalten und brettern meist direkt los, wie
der - von einem Urschrei eingeleiteten – Opener «Son Of Sin». Die Band guckt
dabei auch über den Tellerrand und lässt auch Machine Head oder Slayer Riffing
zu. «Lullaby Of Obliteration» startet mit lupenreinen Doom, steigert sich aber
in Sachen Geschwindigkeit und damit in gewohnte Gefilde. Was bei Nervochaos
auffällt ist, dass viele Songs mit interessanten Ideen anfangen, sich dann im Verlaufe
der Songs aber in immer das immer gleiche Strickmuster entwickeln. Sprich, eine
gewisse Eintönigkeit ist leider vorhanden. Dazu kommt die recht dumpfe
Produktion, die leider recht matschig daherkommt. Das Endergebnis ist also
durchwachsen. Schlecht ist die Darbietung auf keinen Fall, aber wirklich hinter
dem Ofen hervor, holt man mit dieser Scheibe auch keinen.


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