1. Crowdpiercer
Der
Fünfer aus Stuttgart tingelt nun auch schon seit 23 Jahren durch die Lande. Leider
sind die Jungs etwas veröffentlichungsfaul (oder sie nehmen sich absichtlich so
viel Zeit um an vielen Details zu feilen), denn «A Hint Of Solace» ist erst das
vierte Album, das erste bei El Puerto Records.
Vanish
spielen erwachsenen Power Metal mit leichten Prog Einflüssen. Das heisst
konkret, man orientiert sich nicht an «Kitsch» Kapellen wie Sabaton, Battle
Beast oder Rhapsody (was natürlich nicht heissen soll, dass diese Bands
schlecht sind!) sondern eher an Bands wie Rage, Angel Dust oder Circle II
Circle. «Crowdpiercer» schimpft sich der Opener, der mächtig groovig loslässt
und dabei von einem nicht zu aufdringlichen Keyboardteppich begleitet wird.
Sänger Bastian Rose erinnert mich dabei sehr an einen gewissen Zak Stevens. Nach
dem gelungenen Einstieg wird mit «Walk With Me Through Fire» das Tempo erhöht, ausserdem
glänzt der Tracks durch gelungene Riffs, epische und atmosphärische Mid Tempo Passagen
und einem starken Refrain. Geschickt in der Mitte platziert ist mit «The
Crossing» auch eine Power-Ballade, die einem Zeit zum Luft holen gibt, die aber
auch etwas zu langatmig geworden ist. Ein weiteres Highlight ist das eingängige
«Voyage In Suffering». Eingängigkeit ist ein gutes Stichwort, denn da liegt noch
einiges drin. Die ganz grossen Hymnen fehlen freilich und es braucht bei
manchen Songs mehrere Umdrehungen. Das ist per se nichts Schlechtes, aber
selbst dann zündet nicht alles. Da wünsche ich mir manchmal die Refrains von
Angel Dust oder Savatage. Trotzdem bleibt «A Hint Of Solace» am Schluss ein
gutes Power Metal Album, dass von der Band selbst produziert wurde und fett aus
den Boxen dröhnt.


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