Bewertung: 8
1. Berserk
Obschon
die Band bereits zwischen 1984 und 1986 ihr Unwesen trieb, geht es erst seit
2018 richtig rund, als Wardress beschlossen noch einmal einen Anfang zu wagen.
2019 war es Zeit um mit «Dress For War» die erste Musik zu veröffentlichen.
Vier Jahre später kommt nun der Nachfolger in die Plattenläden.
Titel
und Artwork dürften die Zielgruppe gleich ohne Umschweife ansprechen. Hier geht
es traditionell zur Sache und natürlich sind die alten Legenden wie Saxon, Priest
oder Accept Pate des Albums. «Berserks» läutet das knapp vierzigminüte Machwerk
ein, standesgemäss geht es mit Doublebass los. Sänger Erich Eysin erinnert mich
an eine Mischung aus Blaze Bailey und Gerre von Tankard. Ein solider Opener mit
einem schmissigen Refrain. Der Titeltrack setzt noch einen drauf und dürfte
live ziemlich gut abgehen und für Fäuste in der Luft sorgen. Der galoppierende Mid-Tempo
Song «Motorlust» zügelt das Tempo erstmals. «Mr. Crowley» ist dann eine zwiespältige
Angelegenheit. Natürlich erreichen Wardress niemals die Atmosphäre dieses
Klassikers, ja in meinen Augen ist es sogar der einzige Ausfall dieser
ansonsten guten Metal Scheibe. Zum Glück findet man mit der Bandhymne «Wardress»
wieder die Kurve und auch «Serpent’s Kiss» (würde sich auch auf einem Blaze
Bailey Album prächtig bewähren!) gehört zu den Highlights.
Wer puren Stahl mag und wem der Begriff NWOTHM nicht fremd ist, der muss dieses Album haben. Heavy Metal In Reinkultur, roh, authentisch und stärker als der Vorgänger. «Metal ‘til the End» wird nicht als Meilenstein in die Annalen eingehen, aber es ist ein Album dass Spass macht.


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