Bewertung: 8,5
1. Things To Come
Death
Metal aus Austria! Dass unser östliches Nachbarland musikalisch mehr zu bieten
hat, als Falco und EAV dürfte mittlerweile bekannt sein. Dystersol
veröffentlichen ihren dritten Longplayer und der dürften allen Freunden von
melodischem Death Metal köstlich munden.
«Anaemic»
handelt vom Aufstieg und Fall eines Serienkillers, der zu oft von der Umwelt
und der Gesellschaft enttäuscht wird und zu einem Psychopathen wird. Schaut man
sich vor allem die Amokläufe in den USA an, ist das leider ein brandaktuelles
Thema. Musikalisch liefern Dystersol ein amtliches Brett ab. Bands wie Heaven
Shall Burn, Insomnium oder Dark Tranquillity schiessen mir als erstes durch den
Kopf, aber die Österreicher sind auch modernen Elementen nicht abgeneigt. «Fail
Better» legt mit fettem Doublebass und einem unbarmherzigen Riffgewitter alles
platt, dazu passen die kraftvollen Growls perfekt ins Gesamtbild. Der alles
zerstörende Mid Tempo Knaller «Mountain Of Faith» zeigt eindrucksvoll, dass
Dystersol es verstehen, auch fernab von stumpfem Geschwindigkeitsgebolze zu
musizieren. «Anaemic» wirkt ungemein kompakt und in sich stimmig und nach einem
Hördurchgang hat man nicht genug und hört sich die Scheibe gerne ein zweites
Mal an.
Obschon
vielleicht ein absoluter Killersong fehlt darf man den Österreichern zu einem
wirklich starken Album gratulieren.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen