Satte neun Jahre nach Ihrer Gründung veröffentlicht das finnische Trio ihre erste EP. Diese kam als Eigenproduktion bereits letztes Jahr raus, wird jetzt aber von Dying Victims noch einmal aufgelegt. Als Bonus gibt es noch die vier Songs vom 2016er Demo «Deadly Torment».
Das Label spricht von einer
bahnbrechenden EP, was ich so überhaupt nicht unterschreiben würde. Wie man
mitreissenden, schwarzen Thrash / Speed Metal spielen kann, zeigen Bands wie
Hellripper, Deströyer 666 oder Knife eindrücklich. Das Schlimmste ist die
Produktion, die selbst in den Achtzigern als miserabel bezeichnet worden wäre.
Das Schlagzeug donnert dermassen dumpf aus den Boxen, dass man sich fragen
muss, ob das die Band wirklich so gewollt hat. Gitarre und Bass sind kaum
differenziert und der Gesang holt leider auch keinen hinter dem Ofen vor. Mag
sein, dass einige Metalheads dies als Authenzität oder Kult bezeichnen, aber
wir leben schliesslich im Jahr 2023 und es gibt mittlerweile genügend Beispiele
wie man eine Old School Scheibe richtig produziert. Doch wie sieht es mit dem
Songwriting aus? Leider ist auch dies sehr dürftig und hat kaum mehr als
Schulbandcharakter. Die vier Demotracks sind soundtechnisch sogar noch mieser. Wäre
in den Achtzigern gnadenlos untergegangen, dieses Schicksal droht auch
heutzutage und meiner Meinung nach zu Recht.


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