1. Matriarch
Speedwhore ist eine deutsche Blackened Thrash Band aus Deutschland, die bereits seit 2006 existiert und nun ihren zweiten Longplayer über Dying Victims vertickt.
Stilistisch bewegt sich das Quartett irgendwo zwischen alten Sodom, Hellripper und Venom. Düster, roh, dreckig und aggressiv kommt der Sound daher und katapultiert einen unvermittelt in die Achtziger zurück. Im Gegensatz zur unsäglichen Produktion der EP von Rapid (ebenfalls von Dying Victims), die am gleichen Tag erscheint, ist es hier ein wenig besser, auch wenn ich hier den Daumen nicht nach Oben zeigen lassen kann. So sehr ich das Label auch mag: Das geht im Jahr 2023 um Welten besser. Eine fettere Produktion hätte Songs wie dem galoppierenden «Hologram» oder dem mit geiler Gitarrenarbeit unterlegten «Heir To The Ruby Throne» gut getan. Ihre Ideen «klauen» Speedwhore durchaus auch gerne bei klassischen Metalbands der Achtziger, was den Songs nicht schlecht zu Gesicht steht. Was der Scheibe fehlt sind die ganz grossen Momente, die einem die Repeat Taste drücken lassen.
Im direkten Duell mit den
Finnen Rapid gehen Speedwhore als klarer Sieger hervor, im Vergleich zum neusten
Output von Hellripper als klarer Verlierer. Allerdings soll es ja durchaus eine
Klientel geben, die Ihren Metal am liebsten so rau wie möglich mag, die sollten
der Geschwindigkeitsprostituierten durchaus mal ein Ohr leihen.


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