1. Carry The Beast
Die norwegischen Veteranen von Nocturnal Breed sind bereits 27 Jahre aktiv, sind aber nicht gerade immer präsent. So sind seit dem Vorgänger «We Only Came For The Violence» auch schon wieder vier Jahre ins Land gezogen und seit dem Jahr 2000 ist «Carry The Beast» erst das fünfte Album. Jetzt sind sie wieder da und bringen ihren neusten hasserfüllten Longplayer unter die Leute.
Die wartenden Fans werden dafür mit über 70 Minuten Musik verwöhnt oder gepeinigt, denn die Musik ist mit ihrem Gemisch aus Bathory, Motörhead, Venom und einer Prise Black Metal, definitiv nichts für schwache Gemüter. Dazu kommt eine äusserst rohe Produktion, was den Genuss der 70 Minuten ohne Pause durchaus anstrengend macht. Noch schlimmer, wenn das Album mit einem über fünfminütigen Intro startet. Ist man versehentlich eingenickt, wird man aber mit dem eigentlichen Opener «Thrash Metal Hate Saw (The Last Act Of Terror) schnell wieder wach. Die schrille Stimme von S.A. Destroyer (Ex-Satyricon, Ex-Gehennah) ist und bleibt Geschmackssache, ist aber ein Alleinstellungsmerkmal. Songs wie «Knights Of Denim» oder «Raise The Flag…And The Hordes Will Follow» zerstören alles was Ihnen in den Weg kommt und machen dementsprechend Spass. Was sich die Norweger allerdings dabei gedacht haben mit «Atomic Cruiser» und «I Felt Nothing» noch zwei weitere über fünfminütige Intros auf die Scheibe zu packen, bleibt ein Rätsel.
Nocturnal Breed sind so was von
Old-School, laufen aber meiner Meinung nach Gefahr von neuen, frischen Bands wie
Hellripper oder Knife links überholt zu werden.


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