1. Olhar Serafico
Mit den Grindcore Attacken der Portugiesen konnte ich ehrlicherweise bisher gar nichts anfangen. Mit ihrem vierten Album hat wohl ein Sinneswandel stattgefunden, denn nun hat man sich vom Grindcore stark in Richtung Death Metal entwickelt. Das mag einige Fans wohl abschrecken, doch man kann natürlich auch eine neue Klientel erschliessen, wenn denn das Material den Test besteht.
Die 7 Songs sind alle länger
als fünf Minuten und überzeugen durch ihre schneidenden Riffs und ein hohes
Tempo. Sänger Paulo Rui grunzt sich wütend durch die Tracks und die Drums
ballern mächtig. «Sector Parasita» entpuppt sich dabei als eines der Highlights
der Scheibe. «Terra De Mà Memoria» erinnert sich an die Grindcore Zeit von
Besta, spielt aber auch mit dem Tempo und ist sogar mit Thrash-Riffs versehen
worden. Insgesamt ist «Terra Em Desapego» ein solides Death Album geworden, dem
auch Fans der alten Besta eine Chance geben sollten. Es besticht durch viele
kreativen Ideen und hat nicht zuletzt mächtig Wumms. Einzig das unnötige
Instrumental zum Schluss hätte sich die Band sparen können.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen