Der Verein «Freunde der Met Bar» feierte
das 10jährige Jubiläum mit einem feinen Programm am Freitag und Samstag. Leider
konnte ich nur am Freitag teilnehmen, schade denn am Samstag wäre das Programm
mit Sister, Girish And The Chronicles und Voltage Arc ebenfalls einen Besuch
wert gewesen. Die Veranstalter konnten gleich zweimal volle Hütte vermelden und
so verwunderte es nicht war die Stimmung ausgelassen. Dazu haben beide Bands am
Freitag ihren Beitrag geleistet.
Silver Dust
Die
Jurassier präsentierten ein recht opulentes Bühnenbild. Vor dem Schlagzeug war
ein grosser Bilderrahmen, auf denen ab und an kleine Videos oder Bilder projiziert
wurden. Sänger Lord Campbell präsentierte sich wieder im Frack und Zylinder und
passte wunderbar zum Dark Rock der die kommende Stunde Trumpf war. Stilistisch
lässt sich die Band allerdings schwer einordnen, da die Einflüsse von HIM, Sisters
Of Mercy, Lordi bis Depeche Mode reichen dürften. So gab es heute Abend auch zwei
Coversongs von Kim Carnes «Betty Davis Eyes» und eben Depeche Mode’s «Personal
Jesus». Obschon Silver Dust mich auf CD bisher eher weniger begeistern konnten,
muss man neidlos anerkennen, dass sie auf der Bühne eine starke Truppe sind. Die
Spielfreude war ansteckend, Lord Campbell enterte sogar die Bartheke um zu
performen, aber auch der Rest der Band war prächtig aufgelegt. Pluspunkte sammelten
die Jungs auch mit ihrem Apell für Tierschutz in der Mitte des Sets. Die Fans quittierten
die unterhaltsame Stunde mit viel Applaus und hatten sichtlich Spass.
Setlist:
«The Pact (Intro)» - «Emeline» - «Eternite» - «Follow Me» - «Burlesque» - «I’ll
Risk It» - «There’s A Place Where Can I Go» - «Animals Swing» - «Bette Davis
Eyes» - «Personal Jesus» - «Five To One» - «Echoes Of History»
Freedom Call
Keine
Frage, die deutschen Happy Metaller von Freedom Call sind eine absolute
Stimmungsband und sie hatten die MetBar schnell eingenommen. «Union Of The Strong»
war dafür der perfekte Opener und die Band um Sänger Chris Bay zeigte sich in
prächtiger Laune. «Tears Of Babylon» lud förmlich zum Springen ein (sofern man es
nicht mit den Knien hat…) und so wurden die Temperaturen schon mal recht in die
Höhe getrieben. Bei mittlerweile 10 Alben fällt die Auswahl der Songs immer
schwerer und jeder wird den einen oder anderen Hit vermisst haben, das starke
Debut wurde sogar gänzlich aussen vorgelassen. Bei «111- The Number Of The
Angels» dreht sich bei mir zwar nach wie vor der Magen um, aber die Die Hard Fans
in den vorderen Reihen feierten auch diesen Song ab. Die Umstellung von den
grossen Festivalbühnen in den kleinen Club schien den Deutschen jedenfalls
Spass zu machen und so wurde der Gig zu einer – wie von Chris angekündigten –
Happy Metal Party. Und nach der Bandhymne «Freedom Call» gibt es definitiv kein
Halten mehr, nun folgt Klassiker auf Klassiker.
Chris
erwähnt schon früh, dass dieser Mitte Juli ein Live-Album namens «The M.E.T.A.L.
Fest» erscheint und die Setlist ist in etwa dieselbe, so dass man sich den
Abend sozusagen noch einmal ins Haus holen kann. So langsam macht sich die
Hitze spürbar, aber Chris holt noch einmal alles raus: «Metal Is For Everyone» erklingt
und klar, die Stimmung ist wieder da und reisst auch nicht mehr ab. Wie auch?
Nach «Warriors» folgen mit «Far Away» und «Land Of Light» noch einmal
unsterbliche Hymnen der Bajuwaren und beschliessen einen wundervollen Abend in
Lenzburg. Ein Kompliment auch an den Mann am Mischpult, der Sound war bei beiden
Bands Spitzenklasse!
Setlist:
«Union Of The Strong» - «Tears Of Babylon» - «Spirit Of Daedalus» - «Sail Away»
- «M.E.T.A.L.» - «111» - «The Ace Of The Unicorn» - «Freedom Call» - «Power &
Glory» - «Heavy Metal Hallelujah» - «Metal Is For Everyone» - «Warriors» - «Far
Away» - «Land Of Light»
Silver Dust

























































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