Letztes Jahr waren die brasilianischen
Death-Metallerinnen bereits mit den Evil Invaders in der Musigburg, nun kehrten
sie als Headliner zurück. Als Support waren Chaosmonger am Start. Das sehr gut
gefüllte Lokal wurde an diesem Samstag zu einem Hotspot (im wahrsten Sinn des Wortes!)
von klassischem Death Metal. Etwas unglücklich war eigentlich nur, dass der Gig
eine Woche vor Release des neuen Albums «Shades Of Sorrow» stattfand und es so
nur die beiden schon bekannten Singles in die Setlist fanden.
Chaosmonger
Die
Zofinger von Chaosmonger waren als Anheizer am Start, hatten also quasi ein
Heimspiel und lösten ihre Aufgabe mehr als ordentlich. Zumindest waren bereits
einige Moshpits im Publikum zu sehen und es gab mehr als Höflichkeitsapplaus. Die
Band ist trotz dem Fehlen eines zweiten Gitarristen (die Jungs suchen immer
noch einen Saitenhexer, dafür wurde sogar während des Sets geworben) in ihrem
10. Jahr seit der Gründung mittlerweile routiniert genug und legte einen guten
Gig hin. Etwas überraschend wurden vom 2019er Erstlingswerk «For Chaos Shall
Reign» nur drei Songs berücksichtigt, mit dem starken «Beyond The Catacombs»
allerdings ein absoluter Banger. Sänger Robbie Gorgioski wusste dabei prächtig
zu unterhalten. Der Old School Death Metal der Marken Death, Bolt Thrower,
Dismember oder Carcass sorgte in der Musigburg für einige schwitzende und
zufriedene Gesichter, auch wenn der Headliner dann doch noch eine gehörige Schippe
drauflegen konnte.
Setlist:
«Choirs Of Extinction» - «Angel Of Revenge» - «Phantom Dimension» - «Parasite»
- «House Of The Hounted» - «Genetic Abomination» - «Beyond The Catacombs» - «Servants
Of The Netherworld» - «Madness Obsessed» - «Post Apocalyptic Monster»
Crypta
Unter
grossem Applaus enterten Crypta danach die Bühne und legten mit «Death Arcana»
fulminant los. Fernanda’s Minenspiel ist nach wie vor eindrücklich und mittlerweile
ein Markenzeichen der Band. Doch auch die beiden Gitarristinnen Taina
Bergamaschi und Jéssica Falchi waren in Topform und liessen ihre Mähnen fast
pausenlos kreisen, während Luana Dametto ihr Schlagzeug regelrecht malträtierte.
Die Temperaturen in der Musigburg wuchsen von Minute zu Minute und man konnte
froh sein, dass es draussen für einmal nicht mehr hochsommerlich warm war. Die
Band ist momentan sowohl für grosse Festivals gebucht, aber eben auch in
kleinen Clubs unterwegs. Aus eigener Erfahrung (am Metalfest in Pilsen) kann
ich berichten, dass Crypta der Switch zwischen grosser und kleiner Bühne mühelos
gelingt und der Spielfreude genau nichts anhaben kann. Vom neuen (sehr starken!)
Album wurden mit «Lord Of Ruins» und «Trial Of Traitors» zwei Songs gespielt,
welche sich sogleich zu absoluten Highlights mauserten. Die Stimmung stieg von
Song zu Song mehr und es war ein Genuss diesem Konzert beizuwohnen. Mit dem
obligaten «From The Ashes» fand der Gig sein Ende und jeder vor Ort wird sein
Erscheinen kaum bereut haben. Erfreulich auch die Tatsache, dass sich Fernanda
und ihre Mitstreiterinnen nach dem Konzert noch genügend Zeit für die Fans nahmen.
Man darf nicht vergessen, dass Crypta erst ein Album am Start haben, weshalb
man der Band eine rosige Zukunft prophezeien kann. Scheinbar hat man auch
innerhalb der Band nicht mit solchem Zuspruch gerechnet, denn in Sachen Merchandise
war doch einiges bereits ausverkauft.
Setlist:
- «Death Arcana» - «Possessed» - «Kali» - «Under The Black Wings» - «Starvation»
- «Lord Of Ruins» - «Shadow Within» - «I Resign» - «Trial Of Traitors» - «Dark
Night Of The Soul» - «Blood Stained Heritage» - «From The Ashes»
Chaosmonger

































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