Nach Vicious Rumors im Mai machte mit Jag Panzer gleich die nächste US-Metal Legende Halt in der Musigburg. Beides sind nach wie vor völlig unterbewerte Bands, welche trotz einer Menge toller Alben nach wie vor nicht die Resonanz erhalten, welche sie verdient hätten. Auf der anderen Seite ist es aber auch toll, dass es der Musigburg immer wieder gelingt, solche Kaliber nach Aarburg zu holen. Als Anheizer kam mit Distant Past eine einheimische Band zu Ehren.
Distant Past
Die
Band um die Ex-Emeral Recken Jvo Julmy (Gesang) und Adriano Troiano (Bass) existiert
bereits seit 2002 und hat schon vier Alben veröffentlich, wobei das letzte Werk
«The Final Stage» ein echter Knaller war und jedem Metal Fan der auf klassischen
Metal (Maiden, Priest) steht, ans Herz gelegt sei. Die Truppe wird nächstes
Jahr ein neues Album (der Titel ist noch ein Geheimnis» veröffentlichen und mit
«Sacrifice», «Rise Above Fear» und «No Way Out» wurden gleich drei neue Songs
live aufgeführt, welche beim Publikum durchaus gut aufgenommen wurden. Während
Jvo und Adriano auf der Bühne für die nötige Action sorgten, hielten sich die
beiden Gitarristen Ben Sollberger und Lorenz Läderach eher im Hintergrund. Die
Stimmung im Saal war durchaus gut, wenn auch nicht euphorisch, was sicher daran
lag, dass viele Fans die Band zum ersten Mal live sahen. Zwei Sachen gibt es trotzdem
zu bemängeln: Erstens fehlte mit «Queen Of Sin» mein absoluter Favorit der Band
und zweitens ging der Blick von Sänger Jvo etwas gar oft nach unten zum angebrachten
Tablet. Alles in Allem war es trotzdem ein Auftritt der Laune machte und somit
haben Distant Past ihre Rolle prächtig erfüllt.
Setlist: «Kill The Dragon» - «Staring At The Stars» - «The Power Of Evil» - «Redemption» - «Sacrifice» - «I Am Omega» - «A Day Of Darkness» - «Rise Above Fear» - «World Of Wires» - «No Way Out»
Jag Panzer
Vor
vier Tagen noch im «Schlamm-Inferno» von Wacken auf der Bühne und nun in der
Musigburg. Mit «Bound As One» und «Prey» vom aktuellen Album «The Hallowed»
enterten Harry "The Tytan" Conklin und seine Kumpels die Bretter und sorgten gleich für eine
gute Stimmung. Der Sänger war gut drauf und in einer prächtigen Spiellaune, die
beiden anderen Gründungsmitglieder Mark Briody und John Tetley waren zwar
musikalisch über alle Zweifel erhaben, performten aber etwas gar statisch. Das
Konzert an sich entwickelte sich zu einem veritablem Steigerungslauf. Nach dem
grandiosen «Chain Of Command» wurde der Gig praktisch von Song zu Song besser
und gipfelte schliesslich in einem atemberaubenden Ende mit Göttergaben wie «Onward
We Toil», «Black» und «Iron Eagle». Die Stimmung war nun auf dem Höhepunkt und
obwohl die Setliste eigentlich zu Ende war und die Band bereits verschwunden
war, wurden Jag Panzer noch einmal lautstark zu einer weiteren Zugabe aufgefordert
und tatsächlich kamen die Amis noch einmal und spielten mit «Warfare» einen
weiteren Song des legendären Albums «Ample Destruction». Im Vergleich mit dem
grandiosen Auftritt von Vicious Rumors mussten sich Jag Panzer zwar geschlagen
geben und auch in Sachen Merchandise besteht doch mächtig Steigerungspotential
aber trotzdem war es ein absolut gelungener Konzertabend.
Setlist:
- «Bound As One» - «Prey» - «Far Beyond All Fears» - «The Mission» - «Shadow Thief»
- «Symphony Of Terror» - «Chain Of Command» - «Dark Descent» - «Generally
Hostile» - «Stronger Than You Know» - «Take To The Sky» - «Licensed To Kill» - «Edge
Of A Knife» - «Born Of The Flame» - «Tyranny» - «Onward We Toil» - «Black» - «Iron
Eagle» - «Warfare»
DISTANT PAST




























































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