Release Info: 2007 - Atlantic - Full Length
Band Info: Kanada - 1968 - Progressive Metal
Bewertung: 7
1. Far Cry
2. Armor And Sword
3. Workin' Them Angels
4. The Larger Bowl
5. Spindrift
6. The Main Monkey Business
7. The Way The Wind Blows
8. Hope
9. Faithless
10. Bravest Face
11. Good News First
12. Malkignant Narcissism
13. We Hold On
Immer wenn die kanadischen Prog-Götter RUSH ein neues Album veröffentlichen, herrscht bei allen Fans weltweit Feiertags-Stimmung. So als ob Weihnachten, Geburtstag und ein dreiwöchiger Jahresurlaub auf ein und dasselbe Datum fallen. Und dies kommt nicht von ungefähr...schließlich sind RUSH eine der letzten großen Konstanten des Rock-Business, die seit über 30 Jahren ein Weltklasse-Album nach dem nächsten abliefern. Auf die Herren Gedy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart ist nun mal Verlass, wenn es um gutgemachte und hochmelodische Rock-Musik geht, die sich in Punkto Technik durchgehend am oberen Limit abspielt. Der neue Longplayer "Snakes & arrows" ist hierbei zum Glück keine Ausnahme, sondern ist eine konsequente Fortführung des gradlinigen und gitarrenbetonten Stils der letzten 15 Jahre, bei dem die Keyboards immer mehr in den Hintergrund rücken. Auch wird auf fast jedem Song mit akkustischen Gitarren gearbeitet, was früher ja nicht immer der Fall war. Tracks wie der rasante Opener "Far cry" , "Faithless" , das traditionelle "Working them angels" , "Bravest face" und das zwischen harten Gitarren und seichten Akkustik-Parts pendelnde "Armor & sword" zeigen RUSH wie gehabt in Bestform, und liegen stilistisch irgendwo in der Schnittmenge zwischen den Alben "Vapor trails" , "Test for echo" und "Roll the bones". Das dynamische Zusammenspiel der drei Musiker läuft so gut wie eh und je, wobei vor allem (wie gewohnt!) die vielseitige Gitarrenarbeit und das raffinierte Drumming Akzente am laufenden Band setzen. Besonders fällt dies bei den beiden Instrumentals auf. Während das knackige "Malignant narcissism" ein anspruchsvolles Prog-Spektakel in bester "YYZ"-Tradition ist, geht man auf dem straighten "The main monkey business" um einiges gemäßigter zu Werke. Großartig !!! Zudem darf Sechssaiter Alex Lifeson seine Fingerfertigkeit noch auf dem kurzen Unplugged-Stück "Hope" unter Beweis stellen. Aber mal ehrlich, an den spielerischen Qualitäten dieses Wunder-Gitarristen hatte auch vorher noch niemand gezweifelt. Höhepunkte dieses 62minütigen Rock-Feuerwerks sind zweifellos "The way the wind blows" (mit dezentem Hendrix-Touch zu Beginn) und der halbakkustische Mega-Ohwurm "The larger bowl", die dermaßen genial sind, dass mir dazu eigentlich nichts mehr einfällt. Glaubt mir, diese beiden Juwelen können mit jedem anderen RUSH "alltime-classic" (wie z.B. "Tom sawyer" , "Closer to the heart" oder "Red barchetta") locker mithalten, und sind daher allein schon den Kaufpreis wert. Jawoll ja !!! Und nun zum einzigen Wehrmutstropfen dieses ansonsten tadellosen Albums. Denn leider haben sich auch auf "Snakes & arrows" wieder einige Tracks eingeschlichen, die das Schwindel erregend hohe Level der übrigen Songs nicht ganz halten können. So haben RUSH sich mit den verhältnismäßig unspektakulären "Spindrift" , "Good news first" sowie dem platten "We hold on" sicherlich keinen großen Gefallen getan. Zwar haben diese "schönen Liedchen" allesamt gute Ansätze, können aber nicht auf ganzer Linie überzeugen. Fazit: Auch wenn "Snakes & arrows" sicherlich kein neues "Moving pictures" oder "Hold your fire" geworden ist, so ist es dennoch eine grundsolide und mitreißende Rock-Scheibe, für die sich die Wartezeit von 5 Jahren definitiv gelohnt hat. RUSH haben sich auch diesmal die volle Punktzahl redlich verdient !!! (AMAZON)
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