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Sisters Of Mercy, The - Floodland



Release Info: 1987 - Merciful - Full Length
Band Info: England - 1989 - Gothic
Bewertung: 6


Songs:

1. Dominion / Mother Russia
2. Flood I
3. Lucretia My Reflection
4. 1959
5. This Corrosion
6. Flood II
7. Driven Like The Snow
8. Never Land (A Fragment)

THE SISTERS OF MERCY war eine Band, die ihrem Erfolg selber im Weg stand, was in erster Linie an den überzogenen Egos ihrer Mitglieder lag. Bereits 1985 verließ GARY MARX die Band und gründete GHOST DANCE. Im Vorfeld des zweiten Albums „Floodland“ kehrten Bassist CRAIG ADAMS und Gitarrist WAYNE HUSSEY der Band ebenfalls den Rücken und gründeten THE MISSION. Gründe sollen in erster Linie Streitigkeiten wegen der musikalischen Ausrichtung gewesen sein, auch sollen die beiden darüber verärgert gewesen sein, dass ANDREW ELDRITCH sich weigerte Songs der beiden fürs neue Album zu berücksichtigen. So kam es dann, dass „Floodland“ quasi ein Soloalbum von ELDRITCH unter dem Banner THE SISTERS OF MERCY wurde. Mit einem Drumcomputer und der Bassistin PATRICIA MORRISON nahm er zuerst aber unter dem Bandnamen SISTERHOOD das Minialbum „The Gift“ auf, weil man sich zuerst darauf einigte, den Bandnamen THE SISTERS OF MERCY nicht mehr zu verwenden. Da aber der Erfolg ausblieb, scherte sich ELDRITCH wenig um das was er zuvor gesagt hatte und nahm „Floodland“ wieder unter dem altbekannten und erfolgversprechenden Namen THE SISTERS OF MERCY auf. Musikalisch gesehen unterscheidet sich „Floodland“ vor allem durch seinen Sound vom Vorgänger, der stark durch das Gitarrenspiel von WAYNE HUSSEY beeinflusst wurde. Es halten sich hartnäckige Gerüchte, dass ELDRITCH das Album am Computer zusammengestückelt hat, was den sterilen und technischen Klang auch erklären würde. So sollen beispielsweise viele Basspuren von ELDRITCH mit dem Synthesizer aufgenommen worden sein, nicht von PATRICIA MORRISON. Schön finde ich, dass die düstere Stimmung des Vorgängers auch auf „Floodland“ nicht verloren gegangen ist, im Gegenteil, durch den tiefen und sonoren Gesang von ELDRITCH wurde die noch verstärkt. Mit „Floodland“ etablierten sich die Band in den „Dunklen Szene“ und auch kommerziell wurde es ein Erfolg. Songs wie „Lucretia My Refelction“, „The Corrosion“ und „Driven Like The Snow“, „Dominion/Mother Russia“ sind schon erstklassige und bärenstarke Nummern. Sehr atmosphärisch, schön düster, kalt und irgendwie steril, „Floodland“ hat einen sehr eigenen und außergewöhnlichen Sound. Die Pianoballade „1959“ gefällt mir auch sehr gut, durch die spärliche Instrumentierung kommt der Song ein wenig „wärmer“ und nicht ganz so kalt rüber, wie das die anderen tun. Diese Songs wären dann auch meine Anspieltipps aus einem Album, das zwar unter erschwerten und chaotischen Umständen Zustande kam, dem man das alles aber glücklicherweise nicht anhört. Mein Fazit: „Floodland“ unterscheidet sich zwar von seinem Vorgänger, kann aber mit dessen Klasse problemlos mithalten. Es ist sehr viel „moderner“, ELDRITCH hat viel mehr Wert auf elektronische Klänge gesetzt, im Gegensatz zum Vorgänger, der noch durch das Gitarrenspiel von WAYNE HUSSEY dominiert wurde. Tolles Album, das bis heute nichts von seiner Ausstrahlung und Klasse verloren hat, definitiv ein Meilenstein seines Genre. (AMAZON)


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