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Warmen - Here For None



Release Info: 2023 - Reaper - Full Length
Band Info: Finnland - 2000 - Death Metal
Bewertung: 8,5         


Songs:

1. Warmen Are Here For None
2. The Driving Force
3. A World Of Pain
4. Too Much, Too Late
5. Night Terrors
6. Hell On Four Wheels
7. The End Of The Line
8. Death's On Its Way
9. The Cold Unknown
10. Dancing With Tears In My Eyes

Warmen waren bisher ein Side-Project von Children Of Bodom Keyboarder Janne Wirman, das seit 2000 immer mal wieder Alben veröffentlichte. Stilistisch war dies meist neoklassischer Power Metal mit verschiedenen Sängern und Sängerinnen dem ein wenig das richtige Bandgefüge fehlte. Nun wird diese Tage das sechste Album der Finnen unter dem Motto «Darf es ein bisschen härter sein?» erscheinen.

Nach dem viel zu frühen Tod von Alexi Laiho fiel Janne in ein tiefes Loch und brauchte lange bis er den Entschluss fasste wieder Musik zu machen.  Zusammen mit seinem Bruder Antti wollten sie aber nicht mehr in Richtung Power Metal gehen, sondern es sollte deutlich mehr in Richtung Children Of Bodom gehen, allerdings doch noch melodischer. Mit dem Ensiferum Sänger Petri Lindroos fand man einen geeigneten Shouter und weil Drummer Mirka Rantanen sich mit der härteren Gangart nicht identifizieren konnte, wurde er durch Sepp Tarvainen ersetzt. Frühere Warmen Fans dürfte die aggressivere Herangehensweise inklusive Growls wohl überraschen und ich hätte einen Neuanfang mit neuem Namen bevorzugt.

Da ich aber beide Genres gerne mag und Ensiferum ziemlich weit oben in meiner Hierarchie der beliebtesten Bands steht, war ich natürlich extrem gespannt was mich erwartet. Mit Keyboardklängen startet der Opener «Warmen Are Here For None», bevor er rasch zu einem COB Gedenksong wird, dem einzig die unvergleichlichen Solos von Alexi fehlen. «The Driving Force» gefällt mir sogar noch eine ganze Ecke besser, da er mit grandiosem Refrain glänzen kann. Das ist überhaupt die grosse Stärke vom Warmen. «A World Of Pain» ist eigentlich ein solider, aber unspektakulärer Melodic Death Metal Song, bevor er im Refrain eine ganze Ecke überzeugender ist. Der böse Stampfer «Too Much, Too Late» drosselt das Tempo zur richtigen Zeit und ist ein weiterer Anspieltipp meinerseits. Einziger Schwachpunkt ist der Schlusspunkt mit dem Ultravox Cover «Dancing With Tears In My Eyes», wobei sich hier auch der Kreis zu Children Of Bodom schliesst, die ja doch auch den einen oder anderen Pop Titel im Repertoire hatten.

Klar, «Here For None» atmet den Spirit von Children Of Bodom, ist aber trotzdem kein seelenloser Klon, sondern eine ganz starke, sagen wir mal Schwesterband. Welcome Back Janne! 




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