1. Sutter Cane
Für
das dritte Album der Bandgeschichte haben sich die Engländer erneut viel Zeit
genommen. Sechs Jahre nach «Unseen Planets, Deadly Spheres» und gar elf Jahre
nach dem Debüt gibt es aber erneut eine unbarmherzige Mischung aus Thrash, Groove,
Doom und Progressive auf die Ohren.
Leichte
Kost ist «Into The Silent Nebula» aber nicht, die Band arbeitet mit
verschiedenen Gesangsstilen und Gastsängern (Sakis Tolis von Rotting Christ, Fenriz
oder Aaron Stainthorpe von My Dying Bride), mit Breaks und Samples, was den
flüssigen Hörgenuss kaum möglich macht. Das grösste Problem das ich aber mit
Damnation’s Hammer habe, ist Sänger Tim Preston, dessen recht monotone Stimme
mir überhaupt nicht zusagt. Nun ist der Gesang in erster Linie Geschmackssache (ich
sage nur King Diamond…), weshalb wir den Fokus doch mal auf die Musik legen. Die
kommt echt fett daher und die Band feuert öfter aus allen Rohren. Beispiel gefällig?
Der Opener «Sutter Cane» brettert nach einem kurzen Intro sofort los und fällt durch
die exzellente Gitarrenarbeit auf. «Outpost 31» ist das Herzstück des Albums mit
über 8 Minuten Spielzeit und besticht durch einen akustischen Einstieg mit Fenriz
Stimme, bevor die Riffs einsetzen und dem Song eine epische Note geben. Damnation’s
Hammer gelingt es geschickt doomige Parts mit thrashigen Passagen zu kreuzen,
fischen auch öfter im klassischen Metal und sorgen so für mächtig Groove. Es
ist erstaunlich, wie viel kreativer Input in das Songwriting geflossen ist, was
das Album nie langweilig macht. Die Band weiss genau, wann sie das Tempo
anziehen muss, wann die Zeit für einen Zwischenpart ist und überrascht dann
wieder mit einer Wendung die man so nicht erwartet. Dabei gelingt das Kunststück
alle progressiven Elemente recht songdienlich zu verpacken.
Musikalisch
ist «Into The Silent Nebula» also ziemlich stark ausgefallen, weshalb ich notentechnisch
doch noch auf sieben Punkte komme. Hört einfach mal rein und entscheidet
selber.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen