Bewertung: 7,5
Blackbriar
kommen aus den Niederlanden, haben vor zwei Jahren bereits ein Album in
Eigenregie veröffentlicht, danach einen Deal mit Nuclear Blast unterzeichnet und legen
nun mit «A Dark Euphony» nach. Dabei orientiert sich die Band weniger an
Nightwish, eher an Delain oder frühere Within Temptation.
Die
Holländer um Sängerin Zora erzeugen auf «A Dark Euphony» eine eher düstere,
melancholische Grundstimmung ohne aber depressiv zu wirken, sowohl lyrisch wie
auch musikalisch. Dazu passt das schwarz-weiss gehaltene Artwork, dass das
Gesamtbild abrundet. «Bloody Footprints In The Snow» ist ein Beispiel der Klangcollagen
die Blackbriar schreiben. Ein, ruhiger, märchenhafter Anfang entwickelt sich zu
einem epischen, melancholischen Track der auch von Within Temptation nicht
besser hätte geschrieben werden können. «Cicada» weist hingegen Gothic Einflüsse
auf und wird getragen von der engelhaften Stimme von Zora. Meinen persönlichen
Favoriten findet man am Schluss des Albums. «Crimson Faces» bringt noch einmal
diese Schwere und gleichzeitig diese Lockerheit an den Tag. Doch gibt es leider
auch Abzüge, in erster Linie die Tatsache, dass viele Songs sich vom Aufbau
gleichen. Zwar beherrschen Blackbriar die Verschmelzung von epischen,
bombastischen Parts, melancholischen Melodien und traumhaften balladesken Momenten
meisterhaft, aber zwei, drei schnelle Songs hätten dem Album gutgetan.
«A
Dark Euphony» ist dennoch in der Gesamtnote immer noch ein beachtliches Werk.
Wer Blackbriar live sehen möchte, die Band kommt im Oktober mit Ad Infinitum
und Phantom Elite in die Schweiz. Ich bin gespannt ob die Band die Atmosphäre
auf dem Album auch auf die Bühne transferieren kann.


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