1. Planet Casket
Das
einzig verbliebene Originalmitglied dieser deutsch / niederländischen Truppe
ist Frank Bergesson an der Gitarre. Seit dem Comeback 2020 hat man mit Martin
van Drunen und Stefan Hüskens (beide Asphyx), Patrick Van Der Beek (Disabuse),
sowie Yorck Segatz (Sodom) ziemlich prominente Verstärkung an Bord. Mit dieser
Formation landet nun der erste Longplayer auf den heimischen Plattentellern,
der sich «Zombicron» schimpft.
Im
Gegensatz zu Asphyx ist auf diesem Old-School Death Metal Album eher die
schwedische Schule zu hören, was sich schon in der ersten Single namens «Hunting
Down The Last Living» bemerkbar macht. Die Jungs mischen aber auch gerne immer
wieder mal ein Thrash Riff in ihr Süppchen, wie beim starken «Mass Conzombtion».
Die Produktion ist schön old-schoolig gehalten, aber trotzdem zeitgemäss. Dass
die Jungs allesamt Profis sind, merkt man den Songs an, auch wenn mich «Le
Maitre De Cercueil» selbst nach mehreren Durchgängen eher langweilt. Das ist aber
die Ausnahme, denn mit «Necrolympics» (was ein Songname!) ist auch ein
absoluter Knallersong vertreten. Das die Jungs Spass gross schreiben sollte bei
Titeln wie «On Crystal Deth» oder «Cape Cadaveral» ebenfalls klar sein.
Bahnbrechend
ist «Zombicron» zwar nicht und wer mit Asphyx nichts anfangen kann, dürfte auch
mit Rotten Casket seine Mühe haben. Dem Rest entgeht bei Nichtbeachten ein wirklich
solides, spassiges Death Metal Werk. Ob die Band wirklich kein Allstarprojekt
ist, sondern eine eigenständige Band wie es die Presseinfo verspricht, wird
sich allerdings noch zeigen müssen.


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