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Simon And Garfunkel - Parsley, Sage, Rosemary And Thyme



Release Info: 1966 - Columbia - Full Length
Band Info: USA - 1962 Pop
Bewertung: 6


Songs:

1. Scarborough Fair / Canticle
2. Patterns
3. Cloudy
4. Homeward Bound
5. The Big Bright Green Pleasure Machine
6. The 59th Street Bridge Song (Feelin' Groovy)
7. The Dangling Conversation
8. Flowers Never Bend With The Rainfall
9. A Simple, Desultory Phlillipic (Or How I Was Robert McNamara'd Into Submission)
10. For Emily, Whenever I May Find Her
11. 7 O'Clock News / Silent Night

Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian waren die Zutaten aus denen SIMON & GARFUNKEL ihren dritten Longplayer bastelten. Nach dem riesigen Erfolg von "Sounds of Silence" machten sich die beiden sofort wieder auf ins Studio, um unter den Augen von Produzent BOB JOHNSTON den nächsten Longplayer einzutüten. Damals war man wirklich sehr flexibel und auch kreativ, ich denke, dass das heute nicht mehr so rasche und unkompliziert gehen würde. Auf jeden Fall erschien "Parsley, Sage, Rosemary and Thyme" bereits im Oktober 1966, nur neun Monate nach "Sounds of Silence". Wie schon zuvor, setzten SIMON & GARFUNKEL voll auf amerikanischen Folk und bedienten so den aktuellen Trend in den USA, zu dieser Zeit war diese hemdsärmelige und pure Singer-Songwriter-Musik einfach sehr angesagt.Das Album schaffte es zwar nie auf Platz 1 der US-Charts, Platz 4 war die höchste Platzierung, konnte sich dort aber 145 (!) Wochen halten und wurde dreifach mit Platin ausgezeichnet. Die Songs dieses Albums stammten wieder fast ausschließlich von PAUL SIMON, er war definitiv der kreative Kopf des Duos, ART GARFUNKEL war die perfekte Stimme die seiner Musik Ausdruck verlieh. Einige der Songs, wie beispielsweise "Pattems", "Flowers never bend with the Rainfall" und "A simple desultory ...." wurden bereits 1965 auf dem in Großbritannien erschienenen Soloalbum "The Pauls Simon Songbook" von PAUL SIMON veröffentlicht. PAUL SIMON konnte damals schon auf einen großen Fundus aus selbst komponierten Liedern zurückgreifen, auch deshalb konnte das duo so schnell einen dritten Longplayer nachschieben. Aber die Beiden griffen nicht nur auf PAUL SIMONS Eigenkompositionen zurück, sie interpretierten auch immer wieder alte Traditionals neu, so wie etwa "Scarborough Fair", aus dem die Zeilen stammten, die für den Albumtitel herhalten mussten. Auf den ersten Blick machen die eigentlich keinen Sinn, aber wenn man dann weiß, dass dieser Song aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammt und vom Mittelalter handelt, dann machen sie schon mehr Sinn. Diesen Pflanzen schrieb man damals besondere Bedeutungen zu, so wurde Petersilie von Ärzten zu spirituellen Zwecken genützt, Salbei stand für Kraft, Thymian für Mut und Rosmarin für Treue und Liebe. Da es sich bei diesem Song um ein Liebeslied handelt, wünscht sich das "Ich" in diesem Lied, durch die Nennung dieser Pflanzen, die Kraft und die Stärke, um die Probleme zu lösen, die dem Liebespaar im Weg stehen um wieder ein Paar zu werden. Der Titel lässt sich auf die gleichnamige nordenglische Küstenstadt zurückführen, in der im 15. Jahrhundert ein 45-tägiger Markt stattfand, den man "Sacarborough Fair" nannte. PAUL SIMON arrangierte die Nummer dann noch mit einem Kontrapunkt aus "Canticle", einer Neuaufnahme von "The Side of the Hill" - und fertig war ein weiterer Klassiker! Aber "Scarborough Fair" ist nicht der einzige Klassiker auf diesem Album, auch "Homeward Bound" muss man hier unbedingt dazuzählen, diese Nummer ist ebenfalls eine richtige Granate, ein zeitloser und wunderschöner Song. Das Zusammenspiel der beiden Stimmen finde ich einfach perfekt, die hohe und glasklare Stimme von ART GARFUNKEL, die die Songs vordergründig dominiert, und die etwas hintergründigere Stimme von PAUL SIMON, die den Songs Tiefe verleiht - das ist einfach grandios! Anspieltipps erübrigen sich hier eigentlich, das komplette Album ist einfach wunderschön, dennoch würde ich neben den beiden erwähnten "Granaten" auch noch "The 59th Street Bridge Song" und "The dangling Conversation" empfehlen. Wer tatsächlich noch nie Bekanntschaft mit der Musik von SIMON & GARFUNKEL gemacht hat, oder dieses Album tatsächlich nicht kennt, der kann sich diese Nummern anhören und so einen sehr aussagekräftigen Eindruck gewinnen. Ich persönlich habe nichts gehört, was Anlass zur Kritik geben würde, ich finde das Album nach wie vor grandios, obwohl ich es bestimmt schon mehrere tausendmal in meinem Leben gehört habe. Mein Fazit: "Parsley, Sage, Rosemary and Thyme" ist für mich ein Klassiker, ein Album für die Ewigkeit - einfach grandios. Die Musik ist zeitlos schön, was daran liegt, dass sie sehr einfach und hemdsärmelig ist. Die klassischen Rock- und Folk-Elemente, die die Musik des Duos prägen, sind auch heute noch nicht aus der Mode, sie haben sich über all die Jahre etabliert und in den letzten Jahren erlebt diese Musik sogar eine Art Renaissance. Ich finde dieses Album sensationell, alles andere als eine Empfehlung finde ich fast schon frevelhaft, das ist unvergängliche Musik - Basta!(AMAZON)

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