Bewertung: 3
1. Purged And Forgotten
Das
deutsche Label zählt durchaus zu meinen Favoriten, haben sie doch viele
Old-School orientierte grandiose Underground Bands wie Animalize, Armory, Iron
Kobra, Megaton Sword oder Venator unter Vertrag. Doch wo Licht ist, ist in der
Regel auch Schatten. Dazu muss ich leider auch Farscape zählen. Dessen räudiger
Thrash erinnert an eher viertklassige Thrash Bands aus den Achtzigern,
inklusive eines grausigen Artwork und einer indiskutablen Produktion. Der
Sänger Witchcaptor krächzt zu hundert Mal gehörten Riffs ins Mikro, dass sich
in mir der Wunsch nach Drücken der Stopptaste schon nach wenigen Minuten
verfestigt. Noch schlimmer sind die Backvocals, die schräg und disharmonisch
wirken. Das Dilemma zeigt sich schon beim Opener «Purged And Forgotten», welcher
mit einem grauenhaft klingenden Refrain aufwartet. Auch in Folge knüppelt man
sich mehr schlecht als recht durch die Lieder, welche mal kurz («The Last Solstice»)
und mal lang («Vengeance Of The Forgotten») geraten sind. Wenn ihr euch eine
Mischung aus Kreator und Sepultura in ihren Anfängen vorstellen könnt, habt ihr
Farscape, einfach deutlich schlechter.
Für
Fans, welche schlecht produzierten Thrash mit Demo-Charakter als Kult abfeiern,
dürften die Brasilianer ein gefundenes Fressen sein, dem Rest kann ich nur von
einem allfälligen Blindkauf abraten.


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