Heavy Metal ist ja nicht gerade der Exportschlager aus Neuseeland. Ad hoc fallen mir gerade mal die Alternative Metaller DEVILSKIN ein (und selbst da musste ich sicherheitshalber nochmal nachschauen, bevor ich Unsinn behaupte). Man kann also sagen, es weht ein leiser Hauch Exotik durchs Stormbringer-Loft, wenn FORSAKEN AGE erklingen.
Der Werdegang der Band ist schnell erzählt. Gegründet wurden FORSAKEN AGE im Jahr 2009 von Chrissy und Lee Scarfe. 2012 veröffentlichte man das Debütalbum "Back From Extinction" und durchwanderte einige Lineup-Wechsel, wobei das Ehepaar Scarfe der stabile Kern der Band blieb. 2016 folgte noch die EP "Vengeance Of The Slain", bevor nun das aktuelle Zweitwerk "Heavy Metal Nightmare" via Pure Steel Records das Licht der Metalwelt erblickte.
Auf den Bandfotos zeigt sich die junggebliebene Metalband in klassischem Kuttenoutfit und beweist damit 100%ige Authentizität. Gleich von Beginn an geht die Reise in Richtung alter Metal-Haudegen, die in den 1980ern mit klassischen Riffs und gottgegebenen Chören keine Gefangenen machten. Da ist es auch gar nicht so sehr überraschend, dass die Single-Auskoppelung "Raven's Cry" mit Unterstützung von Tim "Ripper" Owens eingesungen wurde. Doch auch ohne diese Kirsche auf dem Sahnehäubchen wäre der Song das Highlight auf "Heavy Metal Nightmare" geworden. Die restlichen Songs haben durchwegs überdurchschnittlich viel Leidenschaft und Attitüde, sind aber entweder im Aufbau zu einfach gestrickt oder - und das zieht sich wie ein roter Faden durchs Album - leiden unter der etwas zu braven Stimme der Sängerin. Dass Chrissie durchaus Schmackes in den Stimmbändern hat beweist sie zum Beispiel beim Titeltrack "Havy Metal Nightmare". Gemahl und Bassist Lee gibt sein bestes, mit (sehr moderaten) Growls oder Screams den Songs zusätzlich etwas mehr Profil zu verpassen.


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